27.10.13, 12:00
Dieses Thema ist ein bißchen "schwierig"
, aber m. E. trotzdem (bzw. grade deshalb) wichtig...
Wie viele andere erinnere ich mich noch gut an die Zeit, als es noch sehr schwierig war, hier in D "besondere" Rosensorten zu bekommen...Inzwischen gibt es erweiterte Programme und Internet-Bestellmöglichkeiten bei eingeführten Rosenschulen und auch verschiedene, neue Anbieter mit sehr speziellen Sortimenten. - Als Folge davon sind wir Sammler und Rosenbesteller heute in der luxuriösen Situation, kaum noch Raritäten (selbst) im Ausland bestellen zu müssen und auch gute Chancen zu haben, sowohl "Gängiges" als auch Seltenes (teilweise bei ein-und derselben Rosenschule bekommen zu können). - Das ist außerordentlich erfreulich!
Grundsatz-Info: Ein Sortiment aufzubauen, zu erhalten und zu pflegen bedeutet sehr viel Arbeit und Vorab-Investitionen. Der Anbau und die Vermehrung selbst sind mit noch mehr Arbeit und mit vielen Risiken verbunden:
Witterungsbedingt kann es Ausfälle von 80, 90 Prozent auf Veredelungsfeldern und/oder bei Containerpflanzen geben, manche (ansonsten robusten und stark nachgerfragten) Sorten lassen sich nur sehr schwer vermehren (mit relativ geringen Anwachs-/Erfolgsquoten bei den Veredelungen), Unwägbarkeiten wie Hagel, späte Frosteinbrüche, Wildverbiß auf den Feldern, Wühlmausunterhöhlungen, etc pp können die Rosen-Ernteergebnisse ebenfalls dezimieren.
Die Kosten für Infrastruktur, Mitarbeiter, Pacht, Wasser, Arbeitsmaterialien, Logistik, Versand sind zusammengenommen recht hoch und amortisieren sich naturgemäß erst spät (wenn die ersten vermehrten Rosen verkauft sind), da die Vorlaufzeit der Investitionen im Verhältnis zu den Einnahmen bei Gehölzen naturgemäß sehr lang istmindestens zwei, drei Jahre)
Dazu kommen Investitionen in Werbung (Website, Kataloge, etc), die auch sehr schnell sehr hoch werden können und sich erst mittel-(bis lang-) fristig amortisieren.
Wer heute immer noch oder grade erst ein interessantes Sortiment für Sammler UND "normale" Rosenbesteller bereit hält, braucht dafür nicht nur Sachkenntnis und Engagement, sondern auch großen, unternehmerischen Mut.
Ein kleines Sortiment gängiger Sorten, die in jeweils großen Stückzahlen vermehrt werden, ist einfacher und kostengünstiger zu handhaben als ein großes Sortiment, das in kleinen Stückzahlen vermehrt wird. - Große Sortimente sind (meistens! Dazu komme ich später) ein Zeichen für besonderen Kunden-Service und auch besonderes Engagement des jeweiligen Anbieters.
Nun ein kleiner Vergleich mit dem Markt für Bücher und Tonträger und den Entwicklungen dort: Vor einigen Jahren gab es auch noch viele Buch-und Plattenläden mit teilweise sehr breiten, teilweise sehr spezialisierten Angeboten, die größtenteils mittelständisch organisiert waren....Inzwischen fehlen diese Angebote in den Städten fast völlig und sind durch Ketten-Läden ersetzt, die überall dasselbe Angebot haben und in denen man vieles eben NICHT findet...Auch online gibt es bei diesen großen Ketten, die die mittelständischen Anbieter aus dem Markt gedrängt haben, eben NICHT alles: "Schwieriges" oder Sachen, deren Verkaufserwartung nicht hoch genug eingeschätzt wird, nehmen sie gar nicht erst in ihre Programme auf. Kleine und mittlere Internet-Anbieter werden wegen der wachdsenden Medien-Konzentration aber kaum wahrgenommen. - Die scheinbare "Pluralität" von Amazon und CO ist keine echte Pluralität. Nur erfahren wir das gar nicht erst: Was es dort nicht gibt, "existiert" (zumindest für den Markt) nämlich quasi gar nicht...
Klar, es gibt den Standpunkt "Alles Marktwirtschaft und daher in Ordnung, wenn sich wenige Große durchsetzen und die mittleren und kleinen Anbieter verschwinden. Sollen sie doch zusehen, wie sie die Preise der Großen unterbieten können".
Dieser Standpunkt ist vom kurzfristigen Kunden-Interesse ("Ich kaufe da, wo es für mich am billigsten ist") natürlich auch nachvollziehbar, zumal wir mitten in einer (sich verstärkenden) Wirtschaftskrise leben und die allermeisten immer weniger Geld für Nicht-(Über-) Lebenswichtiges (wie Kultur in jedweder Form) zur Verfügung haben.
Mittel- und langfristig zeigen uns aber wachsende Konzentrationen (z.B.auf dem Energie-Markt), daß die Preise dann erhöht werden, wenn s nur noch ganz wenige große Anbieter gibt, die sich dann meist auch noch untereinander absprechen.
Und es steigen in diesen Markt-Bereichen nicht nur die Preise für die Kunden, die Pluralität, die Nischen für alternative Anbieter verschwinden mit wachsenden Monopolisierungen ebenfalls...
In Bezug auf den Rosenmarkt wachsen meine diesbezüglichen Befürchtungen deshalb derzeit sehr stark...Ich weiß, daß viele mittelständische Anbieter Absatzprobleme haben. Das liegt natürlich einerseits an der Wirtschaftskrise (und den damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich der Erhaltungsmöglichkeiten von Eigenheimen und Gärten, bzw. deren wachsendem Verlust durch Arbeitslosigkeit).Andererseits liegt es aber auch an einer Konkurrenz, die - wie auch immer sie das schafft- reelle Preise planmäßig anmutend zerstört.
Namen möchte ich nicht nennen, aer es gibt EINEN speziellen Anbieter im benachbarten Ausland, der in wachsendem Umfang inzwischen auch (sowohl historische als auch moderne) Raritäten (parallel zum immer weiter ausgebauten "Standard"-Sortiment) zu "unmöglichen" Preisen anbietet.
Der sowohl als Anbauer/Lieferant für kleinere Anbieter als auch für Einzelkunden fungiert - Und bei beiden (fast) keine Preisunterschiede macht.
Der sehr gut informiert zu sein scheint, was grade (oder demnächst) besonders gefragt ist (bzw.sein wird) - und alle neu dazu kommenden Sorten genauso gnadenlos verramscht wie die bisherigen.
Der inzwischen mit im Gewächshaus vorgezogenen und hochgedüngten Sorten selbst (oder durch einen Vertreter) auf Pflanzenmärkte in D geht, wo deutsche Anbieter mit nicht-hochgepushten und nicht-vorgetriebenen Rosen zu realen Preisen dann natürlich so gut wie nichts verkaufen (da viele Kunden nicht wissen, daß solche Rosen zwar erstmal nicht so "toll"aussehen, aber weniger gut anwachsen).
Der offensichtlich Rosensorten nur kaufmännisch, aber nicht mit Liebhaberaugen betrachtet (auch eigentlich sehr "besondere" werden verramscht) -Und derdeshalb vorausiichtlich alle Sorten, die sich a) schwer veredeln lassen und/oder b) im Container nicht gut "performen" sofort aus seinem Angebot streichen wird, wenn deren andere Anbieter aufgegeben haben werden...
Auf der andere Seite haben wir Leute, die jahre-(oder wie z.B.Martin Weingart: jahrzehnte-) lang nicht-gefragte Sorten mit "durchgezogen" (und trotz mangelnder Nachfrage jährlich in Mini-Stückzahlen veredelt) haben: Zur großen Freude der Sammler, die diese sonst verlorenen Sorten dann eines Tages wiederentdecken und pflanzen (!) konnten!
Wir haben Anbieter, die mit großem Fachwissen und Engagement bisher kaum beachtete Rosenklassen und -gruppen (Albas! Pernetianas! Tee Rosen! Historische Rosenschätze allgemein!) wiedergefunden, identifiziert, bekannt gemacht haben: Zur Freude von Käufern, die spezielle Sorten sonst vielleicht nie hätten kennenlernen können.
Wir haben Anbieter, die sich auf besondere Neuzüchtungen konzentrieren und sich bemühen, diese auch in D mehr Liebhabern zugänglich zu machen, Anbieter, die auch Amateur-Züchtern die Chance geben, ihre Sorten am Markt anzubieten, Anbieter, die große Sortimente wurzelechter Rosen vermehren, Anbieter, die eine große Anzahl biologisch produzierter Rosen bereithalten. - Wir haben in diesem Land ENDLICH eine Pluralität!
Und was passiert? - Es kommen Nachfragen zu Eigenschaften dieser und jener Sorten, die ausführlich beantwortzet werden ohne Bestellungen nach sich zu ziehen...Es kommen Bestellungen für genau DIE ein, zwei Sorten, die besagter "Multi-Produzent" (noch) nicht im Angebot hat (sondern spätestens im nächsten oder übernächsten Jahr), der Rest wird dann "Geiz ist geil"-mäßig dort bestellt....Ohne "Brot-und-Butter"-Sorten (so nennt ein befreundeter Rosenmensch das sogenannte"Standard-Sortiment") kann aber keine kleine oder mittelständische Rosenschule und kein Shop überleben...Erst recht nicht, wenn klar ist, daß die rarereren/besondereren/neuen Sorten in naher Zukunft ebenfalls beim Rosen-Discounter mitbestellt werden können...
Selbst hab ich dort nie bestellt. Lese aber seit 12 Jahren in verschiedenen Gartenforen und es gab und gibt bei diesem Massenvermehrungsbetrieb wohl eine relativ hohe Fehllieferungsquote (jemand berichtete kürzlich von 20 % bei einer Lieferung)...Wer Rosen als (vielleicht auch noch modisch austauschbare) "Garten-Deko" betrachtet, den wird das wohl weniger stören als einen Sammler, der lange vorplant und sich lange auf spezielle Sorten vorfreut. - Einen Verlust von Lebenszeit (die es braucht, bis die"richtige" Sorte am vorgesehenen Platz etabliert ist) stellt es aber auch bei "normalen" Rosenbestellern dar.
Angreifen möchte ich (die seit Jahren fast gar keine Rosen mehr reell bestellen und bezahlen kann) NIEMANDEN von den Rosen-Kunden, aber vielleicht/hoffentlich ein bißchen zum Nachdenken anregen...Danke! :-)

Wie viele andere erinnere ich mich noch gut an die Zeit, als es noch sehr schwierig war, hier in D "besondere" Rosensorten zu bekommen...Inzwischen gibt es erweiterte Programme und Internet-Bestellmöglichkeiten bei eingeführten Rosenschulen und auch verschiedene, neue Anbieter mit sehr speziellen Sortimenten. - Als Folge davon sind wir Sammler und Rosenbesteller heute in der luxuriösen Situation, kaum noch Raritäten (selbst) im Ausland bestellen zu müssen und auch gute Chancen zu haben, sowohl "Gängiges" als auch Seltenes (teilweise bei ein-und derselben Rosenschule bekommen zu können). - Das ist außerordentlich erfreulich!

Grundsatz-Info: Ein Sortiment aufzubauen, zu erhalten und zu pflegen bedeutet sehr viel Arbeit und Vorab-Investitionen. Der Anbau und die Vermehrung selbst sind mit noch mehr Arbeit und mit vielen Risiken verbunden:
Witterungsbedingt kann es Ausfälle von 80, 90 Prozent auf Veredelungsfeldern und/oder bei Containerpflanzen geben, manche (ansonsten robusten und stark nachgerfragten) Sorten lassen sich nur sehr schwer vermehren (mit relativ geringen Anwachs-/Erfolgsquoten bei den Veredelungen), Unwägbarkeiten wie Hagel, späte Frosteinbrüche, Wildverbiß auf den Feldern, Wühlmausunterhöhlungen, etc pp können die Rosen-Ernteergebnisse ebenfalls dezimieren.
Die Kosten für Infrastruktur, Mitarbeiter, Pacht, Wasser, Arbeitsmaterialien, Logistik, Versand sind zusammengenommen recht hoch und amortisieren sich naturgemäß erst spät (wenn die ersten vermehrten Rosen verkauft sind), da die Vorlaufzeit der Investitionen im Verhältnis zu den Einnahmen bei Gehölzen naturgemäß sehr lang istmindestens zwei, drei Jahre)
Dazu kommen Investitionen in Werbung (Website, Kataloge, etc), die auch sehr schnell sehr hoch werden können und sich erst mittel-(bis lang-) fristig amortisieren.
Wer heute immer noch oder grade erst ein interessantes Sortiment für Sammler UND "normale" Rosenbesteller bereit hält, braucht dafür nicht nur Sachkenntnis und Engagement, sondern auch großen, unternehmerischen Mut.
Ein kleines Sortiment gängiger Sorten, die in jeweils großen Stückzahlen vermehrt werden, ist einfacher und kostengünstiger zu handhaben als ein großes Sortiment, das in kleinen Stückzahlen vermehrt wird. - Große Sortimente sind (meistens! Dazu komme ich später) ein Zeichen für besonderen Kunden-Service und auch besonderes Engagement des jeweiligen Anbieters.
Nun ein kleiner Vergleich mit dem Markt für Bücher und Tonträger und den Entwicklungen dort: Vor einigen Jahren gab es auch noch viele Buch-und Plattenläden mit teilweise sehr breiten, teilweise sehr spezialisierten Angeboten, die größtenteils mittelständisch organisiert waren....Inzwischen fehlen diese Angebote in den Städten fast völlig und sind durch Ketten-Läden ersetzt, die überall dasselbe Angebot haben und in denen man vieles eben NICHT findet...Auch online gibt es bei diesen großen Ketten, die die mittelständischen Anbieter aus dem Markt gedrängt haben, eben NICHT alles: "Schwieriges" oder Sachen, deren Verkaufserwartung nicht hoch genug eingeschätzt wird, nehmen sie gar nicht erst in ihre Programme auf. Kleine und mittlere Internet-Anbieter werden wegen der wachdsenden Medien-Konzentration aber kaum wahrgenommen. - Die scheinbare "Pluralität" von Amazon und CO ist keine echte Pluralität. Nur erfahren wir das gar nicht erst: Was es dort nicht gibt, "existiert" (zumindest für den Markt) nämlich quasi gar nicht...
Klar, es gibt den Standpunkt "Alles Marktwirtschaft und daher in Ordnung, wenn sich wenige Große durchsetzen und die mittleren und kleinen Anbieter verschwinden. Sollen sie doch zusehen, wie sie die Preise der Großen unterbieten können".
Dieser Standpunkt ist vom kurzfristigen Kunden-Interesse ("Ich kaufe da, wo es für mich am billigsten ist") natürlich auch nachvollziehbar, zumal wir mitten in einer (sich verstärkenden) Wirtschaftskrise leben und die allermeisten immer weniger Geld für Nicht-(Über-) Lebenswichtiges (wie Kultur in jedweder Form) zur Verfügung haben.
Mittel- und langfristig zeigen uns aber wachsende Konzentrationen (z.B.auf dem Energie-Markt), daß die Preise dann erhöht werden, wenn s nur noch ganz wenige große Anbieter gibt, die sich dann meist auch noch untereinander absprechen.
Und es steigen in diesen Markt-Bereichen nicht nur die Preise für die Kunden, die Pluralität, die Nischen für alternative Anbieter verschwinden mit wachsenden Monopolisierungen ebenfalls...
In Bezug auf den Rosenmarkt wachsen meine diesbezüglichen Befürchtungen deshalb derzeit sehr stark...Ich weiß, daß viele mittelständische Anbieter Absatzprobleme haben. Das liegt natürlich einerseits an der Wirtschaftskrise (und den damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich der Erhaltungsmöglichkeiten von Eigenheimen und Gärten, bzw. deren wachsendem Verlust durch Arbeitslosigkeit).Andererseits liegt es aber auch an einer Konkurrenz, die - wie auch immer sie das schafft- reelle Preise planmäßig anmutend zerstört.
Namen möchte ich nicht nennen, aer es gibt EINEN speziellen Anbieter im benachbarten Ausland, der in wachsendem Umfang inzwischen auch (sowohl historische als auch moderne) Raritäten (parallel zum immer weiter ausgebauten "Standard"-Sortiment) zu "unmöglichen" Preisen anbietet.
Der sowohl als Anbauer/Lieferant für kleinere Anbieter als auch für Einzelkunden fungiert - Und bei beiden (fast) keine Preisunterschiede macht.
Der sehr gut informiert zu sein scheint, was grade (oder demnächst) besonders gefragt ist (bzw.sein wird) - und alle neu dazu kommenden Sorten genauso gnadenlos verramscht wie die bisherigen.
Der inzwischen mit im Gewächshaus vorgezogenen und hochgedüngten Sorten selbst (oder durch einen Vertreter) auf Pflanzenmärkte in D geht, wo deutsche Anbieter mit nicht-hochgepushten und nicht-vorgetriebenen Rosen zu realen Preisen dann natürlich so gut wie nichts verkaufen (da viele Kunden nicht wissen, daß solche Rosen zwar erstmal nicht so "toll"aussehen, aber weniger gut anwachsen).
Der offensichtlich Rosensorten nur kaufmännisch, aber nicht mit Liebhaberaugen betrachtet (auch eigentlich sehr "besondere" werden verramscht) -Und derdeshalb vorausiichtlich alle Sorten, die sich a) schwer veredeln lassen und/oder b) im Container nicht gut "performen" sofort aus seinem Angebot streichen wird, wenn deren andere Anbieter aufgegeben haben werden...
Auf der andere Seite haben wir Leute, die jahre-(oder wie z.B.Martin Weingart: jahrzehnte-) lang nicht-gefragte Sorten mit "durchgezogen" (und trotz mangelnder Nachfrage jährlich in Mini-Stückzahlen veredelt) haben: Zur großen Freude der Sammler, die diese sonst verlorenen Sorten dann eines Tages wiederentdecken und pflanzen (!) konnten!
Wir haben Anbieter, die mit großem Fachwissen und Engagement bisher kaum beachtete Rosenklassen und -gruppen (Albas! Pernetianas! Tee Rosen! Historische Rosenschätze allgemein!) wiedergefunden, identifiziert, bekannt gemacht haben: Zur Freude von Käufern, die spezielle Sorten sonst vielleicht nie hätten kennenlernen können.
Wir haben Anbieter, die sich auf besondere Neuzüchtungen konzentrieren und sich bemühen, diese auch in D mehr Liebhabern zugänglich zu machen, Anbieter, die auch Amateur-Züchtern die Chance geben, ihre Sorten am Markt anzubieten, Anbieter, die große Sortimente wurzelechter Rosen vermehren, Anbieter, die eine große Anzahl biologisch produzierter Rosen bereithalten. - Wir haben in diesem Land ENDLICH eine Pluralität!

Und was passiert? - Es kommen Nachfragen zu Eigenschaften dieser und jener Sorten, die ausführlich beantwortzet werden ohne Bestellungen nach sich zu ziehen...Es kommen Bestellungen für genau DIE ein, zwei Sorten, die besagter "Multi-Produzent" (noch) nicht im Angebot hat (sondern spätestens im nächsten oder übernächsten Jahr), der Rest wird dann "Geiz ist geil"-mäßig dort bestellt....Ohne "Brot-und-Butter"-Sorten (so nennt ein befreundeter Rosenmensch das sogenannte"Standard-Sortiment") kann aber keine kleine oder mittelständische Rosenschule und kein Shop überleben...Erst recht nicht, wenn klar ist, daß die rarereren/besondereren/neuen Sorten in naher Zukunft ebenfalls beim Rosen-Discounter mitbestellt werden können...
Selbst hab ich dort nie bestellt. Lese aber seit 12 Jahren in verschiedenen Gartenforen und es gab und gibt bei diesem Massenvermehrungsbetrieb wohl eine relativ hohe Fehllieferungsquote (jemand berichtete kürzlich von 20 % bei einer Lieferung)...Wer Rosen als (vielleicht auch noch modisch austauschbare) "Garten-Deko" betrachtet, den wird das wohl weniger stören als einen Sammler, der lange vorplant und sich lange auf spezielle Sorten vorfreut. - Einen Verlust von Lebenszeit (die es braucht, bis die"richtige" Sorte am vorgesehenen Platz etabliert ist) stellt es aber auch bei "normalen" Rosenbestellern dar.
Angreifen möchte ich (die seit Jahren fast gar keine Rosen mehr reell bestellen und bezahlen kann) NIEMANDEN von den Rosen-Kunden, aber vielleicht/hoffentlich ein bißchen zum Nachdenken anregen...Danke! :-)