RE: Neuanfang -
freiburgbalkon - 15.06.16
(14.06.16, 22:46)Martin schrieb: (14.06.16, 21:59)freiburgbalkon schrieb: Lebt eigentlich die Rose "Bienenfreund" noch?
Aber natürlich! Sie steht noch in nem größeren Topf, sieht ausgesprochen gesund aus und treibt Knospen. Allerdings sind die Stecklinge nicht angewachsen, so daß ich nach der Blüte nochmal versuche, mit Stecklingen zu vermehren.
Oh wie schön, danke für die Nachricht.
RE: Neuanfang -
Martin - 16.06.16
Heute hab ich bei meinen Mädels wieder mal reingeschaut, dachte, ich muß wieder ne kleine Portion Futter nachreichen. Aber nein, der Schwarm hat sich nicht nur zu einem Volk zusammengefunden (braucht auf den Waben weniger Platz, als in den ersten Tagen). Sie haben auch Waben ausgebaut und mehr Proviant eingelagert, als ich gefüttert habe.
Ich habe also erst mal den großzügig bemessenen Brutraum von zehn auf acht Waben verkleinert, damit unten einfach weniger Platz ist, und gleichzeitig einen Honigraum oben draufgesetzt. Damit haben sie unten immer noch reichlich Platz für Brut und Proviant und oben ist noch Platz für Honig. Ich glaube, daß aufgrund der Witterung durchaus noch mit Waldhonig zu rechnen ist. Es bleibt spannend!
Liebe Grüße,
Martin
RE: Neuanfang -
Gerardo - 16.06.16
Ich finde Deine Geschichte auch sehr interessant und spannend. Mach doch mal Bilder über die einzelnen Schritte, welche Du unternimmst, um den 'Wohnraum/Arbeitsraum' Deiner Bienen optimaler zu gestalten. Dies würde wahrscheinlich außer mir auch sonst noch jemand interessieren.
RE: Neuanfang -
freiburgbalkon - 16.06.16
Martin, ich bilde mir ein, der Bio-Honig, den ich neulich in einem Supermarkt gekauft hatte, weil ich keine Zeit hatte, dahin zu gehen, wo es den hiesigen Imker-Honig gibt, ist nicht so gut. Also ich meine von der Heilkraft. Vielleicht bilde ich es mir aber auch nur ein? Kannst Du was zur Heilkraft von den unterschiedlichen Honigsorten sagen? Ist da eine bestimmte Sorte Honig besser als andere?
Ich habe mir jetzt jedenfalls, weil ich seit heute morgen starke Halsschmerzen und eine triefende Nase habe, den Honig von meinem Kind geschnappt (wird natürlich ersetzt), den ich neulich in der Freiburger Staudengärtnerei Hügin geholt habe. Ich habe irgendwie das Gefühl, er hilft meinem Hals eher, kann es aber nicht recht begründen...
RE: Neuanfang - Unkrautaufesserin - 16.06.16
Schau doch mal, wo Dein Bio-Honig produziert worden ist

muß wenigstens grob draufstehen. Ist er aus Nicht-EG-Ländern, kannst Du ihn auch im Kuchen verbacken, dann hat Zucker mehr gesunde Inhaltsstoffe
Es gibt immer mal wieder Hypes um angeblich besonders heilkräftige Honige, aus besonders heilkräftigen Pflanzen. Das ist aber in der Regel nur Preistreiberei (oder auf Neudeutsch Marketing). Honig wirkt aufgrund der enthaltenen Enzyme, und das ist bei regionalen Produkten (eines guten Imkers!) besser als bei australischer Edelsorte.
Ich kaufe inzwischen den meisten Honig bei einem Imker auf dem Markt. Da weiß ich, daß er sauber arbeitet und seine Bienen in der Region hat. Und da ist mir der Euro mehr pro Glas auch nicht ans Herz gewachsen...
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Neuanfang -
vanda - 16.06.16
Der einzige Honig, bei dem die heilende Wirkung tatsächlich nachgewiesen ist und der deshalb als solcher vermarktet werden darf, ist der neuseeländische Manuka-Honig. Hab ich aber selber noch nie probiert (so teuer...).
Am besten ist wirklich der Honig vom örtlichen Imker. In D sind die Auflagen für "deutschen Imkerhonig" streng, während man bei "Honig aus EU und Nicht EU-Ländern" tatsächlich nie genau weiß, was wirklich drin ist (und was nicht).
Als Qualitätsmerkmal kann bei hiesigen Honigen auch gelten, dass Blütenhonig generell recht schnell kristallisiert, also fest wird. Angeboten wird er deshalb meist "cremig" bzw. "streichzart". Wenn ein Blütenhonig auch nach Monaten noch klarflüssig ist, ist da was faul bzw. wurde irgendwie nachbehandelt, zB. erhitzt, etc., dann kann man auch davon ausgehen, dass die wertvollen Inhaltsstoffe weg sind.
RE: Neuanfang -
freiburgbalkon - 16.06.16
Dann hat mich meine Intuition richtig informiert. Der Bio-Honig vom Supermarkt, den ich schon widerwillig gekauft hab, ist unnatürlich "cremig" find ich. Ich mag das auch gar nicht. Aber ich war unter Zeitdruck und hätt mir sonst evt. Schelte anhören müssen, dass kein Honig da ist.
Und der aus der Gärtnerei ist unhomogener, wenn Ihr wisst, was ich meine, er fühlt sich piksiger und härter an im Mund, wahrscheinlich kristallisiert er bald. Aber er schmeckt klasse! Mein Halsweh ist auch schon ein wenig besser, aber die Nase läuft und läuft, schon 2 Mülltüten voll Tempos hab ich produziert. Aber das will wahrscheinlich niemand wissen...
Jedenfalls danke für die Aufklärung.
Aber daß sich Waldhonig anders auf Menschen auswirkt als Akazien- oder Kleehonig, denke ich mir auch, ich weiss nur noch nicht, inwiefern.
RE: Neuanfang - Unkrautaufesserin - 16.06.16
Ich mag auch den cremig gerührten nicht, der schmeckt irgendwie schaumig...
"Mein" Imker hat zwei ungerührte Honige im Programm: Lindenblüte und Sommertracht. Derzeit hat er keine Lindenblüte mehr, aber das ändert sich ja gerade... die Linden beginnen mit der Blüte. Bei diesem Honig meine ich auch, noch Inhaltsstoffe der Linde im Honig zu spüren.
Richtig,
Manuka ist aus Neuseeland und nicht aus Australien. Und es ist ein spezieller Wirkstoff enthalten, der antibakteriell gegen Staphylococcus Aureus wirkt.
"Normaler" Honig wirkt auch antiseptisch, nur schwächer. Auf einen entzündeten Nabelrest mache ich einen Klecks ganz gewöhnlichen Honig drauf... heilt in 3 Tagen
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Neuanfang -
vanda - 16.06.16
(16.06.16, 18:32)Unkrautaufesserin schrieb: Ich mag auch den cremig gerührten nicht, der schmeckt irgendwie schaumig...
Ich mochte den früher auch nicht, aber dem Imker bleibt nichts anderes übrig, als den Blütenhonig "cremig" zu machen (das passiert durch regelmäßiges Rühren über einige Tage hinweg, dabei ändert sich die chemische Struktur und der Honig bleibt streichfähig), denn sonst werden manche Blütenhonige hart wie Stein (hängt immer von der Zusammensetzung der Blüten ab) und man müsste die dann schon aus dem Glas "meißeln"

In Jahren, wo hier statt Mais und Weizen mal großflächig Raps angebaut wird, ist mein Honig schon eine Woche nach dem Schleudern knallhart - der wäre so ja nicht verkaufsfähig.
RE: Neuanfang -
Martin - 16.06.16
Für mich ist Honig ein Naturprodukt, das möglichst naturbelassen bleiben sollte. Daß Honig kristallisiert, ist für mich ein Qualitätsmerkmal, das zeigt, daß der Honig nicht behandelt wurde. Rühren macht zwar cremig, zerstört aber die Kristallstruktur. Und Wärmebehandlung zerstört zusätzlich auch noch viele Inhaltsstoffe des Honigs.
Ich fülle meinen Honig (in Jahren, wo ich welchen ernte) absolut unbehandelt möglichst bald in Gläser ab. Wenn ich Honig verkaufe, erkläre ich meinen wenigen Kunden meine Philosophie und bisher hat sich noch keiner beschwert. Ich hatte allerdings noch nie extrem schnell kristallisierenden Rapshonig...