RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
26.4.2011
Inzwischen singt nachts längst wieder die Nachtigall. Da müsste der Pirol
auch bald kommen, dachte ich da, aber der wird sowieso nicht zu überhören
sein. Aber ich hörte nichts. Erst als ich bei der beginnenden
Kastanienblüte die auch ganz hoch oben in den Wipfeln betrachtet hatte – da
flog er herum und hatte sich lautlos eingeschlichen.
Erst vorgestern hörte ich einen Ton, einmal. Heute Abend aber, da flötete
und trötete er von ganz oben aus der Gartenpappel und hörte ganz nach
Pirolart nicht mehr auf.
Eine Antwort kam von der Pappelwiese. Ich bin gespannt, wo er sich jetzt
niederlässt. Aber ob ganz nah oder ein bisschen weiter, er wird ab jetzt
tagsüber zusammen mit dem Kuckuck das akustische Gartengeschehen
dominieren, so laut wie er ruft.
Vielleicht hat er heute die Gartenpappel erprobt und vorher die Kastanien,
weil sich im letzten Jahr die Raben zu den Herren der Pappelwiese
aufgeschwungen hatten und auch den Pirol vertreiben wollten, wenn auch
erfolglos.
Sie hatten tatsächlich Turmfalken und Bussarde in wilden Jagden aus den
Pappeln vertrieben. Und auch die Nilgänse, die dort nisten wollten:
Danach hatten sie sich auf die alte Eiche geflüchtet, aber auch von dort
wurden sie verjagt.
Dieses Jahr sieht’s nicht so rabenschwarz aus in den Pappeln und es ist von
dort kein Kampfgeschrei zu hören.
Jetzt konnt ich wenigsten diese alten Fotos noch zeigen, denn aktuelle
gibt’s grad wenig. Alle sind beschäftigt, hüpfen mir selten vor der Nase
rum und wollen nicht, dass ich ihr Nest sehe.
Nur die Singdrossel stellt sich nicht so an, ich musste aber trotzdem
warten, bis sie endlich einmal aus den Vergissmeinnicht auftauchte, sie
liebt auch den Kiesplatz:
Und die Bachstelzen, die warten, dass ich auf dem Kies jäte und Nahrung
freilege. So auch gestern.
Was ist, der Eimer steht doch schon da, wann jätest Du endlich? – Gar
nicht, es ist Ostern – Ostern? Was ist das denn? – Das:
Ach das? Höchst nervig, dieses Ostern.
Ich dachte ja, ich hätte sie beide zusammen auf’s Foto gekriegt, aber die
Bachstelze ist mal eben zur Seite gehüpft, so schnell raste der Hase
plötzlich an ihr vorbei und mir vor die Kamera, dass ich kaum noch
abdrücken konnte. Für diesen Tag war sie beleidigt, aber heute hab ich doch
gejätet, mit Bachstelze im Schlepptau.
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
10.5.2011
Hallo Moorkopp,
ich kann's Dir so auf Anhieb auch nicht sagen, ich müsste die Bücher wälzen
und bin dazu jetzt zu müde. Oder weißt Du's schon? Yarrow auch nicht? ;-)
Ich hab dafür erfreulicheres zu erzählen.
Bei uns ist großer Vogelausflug. Noch am Freitag dachte ich, ob ich das
herumfliegende Piepsen nicht doch mit Blaumeisen verwechsle, bei denen auch
die Erwachsenen recht piepsen können? Aber am Samstag war’s offensichtlich.
Aha, die Buchfinken also, dachte ich, als ich die endlich sah, aber dann
auch Distelfinken, und Rotschwänzchen erst, die jetzt über’n Kiesplatz
purzeln. Eine Bachstelzenmutter passte auf ihr Junges auf, Stare meinte ich
zu hören und tatsächlich, die Alten sitzen wieder bei den Kühen auf der
Weide und machen Brutpause. Meisen auch, die jungen Blaumeisen können
tatsächlich noch viel höher piepsen als die Großen. Und das waren nur die,
die ich grad gesehen hatte, obwohl gar keine Zeit für Vögel war. Heute war
die ganze Luft erfüllt vom Piepsen, aber ich hatte Leute da und konnte mich
nur einmal davonschleichen zum Beobachten wenigstens der Distelfinken,
deren Schauspiel konnte ich mir nicht entgehen lassen
Die Distelfinken, hatte ich mal gelesen, hätten nicht sofort die bunte
Farbe, aber meine kleinen Flughumpler haben sie. Wenn die kleine Schar
über’n Rasen tourt und purzelt, ist sie ganz bunt. Sie purzeln von den
Löwenzahnstängeln und erst recht von hohen Grashalmen, deren Samen sie gern
hätten, aber der Halm geht mit ihnen zu Boden. Es ist genau zu sehen, was
sie als Flugziel anpeilen, aber nicht immer schaffen sie’s und müssen
notlanden.
Das war die erste Entdeckung am Samstag:
Heute hab ich die Kleinen durch eine Tür unten beobachtet und hab zum Glück
erst ein Foto durch die Tür gemacht, denn das Öffnen hat sie leider
vertrieben.
Erst dann sah ich eine Kohlmeise, die mitgehüpft war, die machen ja alles
nach oder versuchen’s. An den Pusteblumen konnte die sich aber nicht
festklammern.
Die meisten Großen lassen ihre Jungen hüpfen und fliegen und beobachten sie
nur. Die Bachstelzen dagegen betreuen erst einmal hingebungsvoll. Sie
fliegen anfangs hinter den Jungen her, passen auf und füttern. Allerdings
nur bei den ersten 2. Die Kleinen scheinen sich nicht so schnell aus dem
Nest zu wagen. Da seh ich den ganzen Tag, wie eins gefüttert und betüttelt
wird und erst am Abend sind es 2. Wenn es mehr werden, wird das schwerer,
aber Muttern sitzt immer in der Nähe und beobachtet mich. Sie hocken so oft
ganz in meiner Nähe auf dem Kiesplatz, aber beim Nest und den Jungen, da
hört der Spaß auf.
Am Freitag ging ich noch bei den ersten Piepstönen ins Haus und da flog ein
Vogel aus der Linde direkt auf mich zu und machte knapp an meiner Schulter
kehrt. Ich war so überrascht, dass ich ihn gar nicht richtig sehen konnte.
Ein Rotschwänzchen, dachte ich erst, weil viele in der großen Linde sind.
Aber wenn Junge am Boden hocken, schreien und toben die meistens von einem
Ast herunter und ich hab auch keins gesehen.
Vielleicht war’s auch eine Meise, die hatten das schon gemacht. Da hieß
das: Bitte füttern, Du bist spät dran. Vielleicht bedeutet es ja auch
grundsätzlich eine Aufforderung, egal welche, und hieß es hier: Geh weg,
gleich kommen meine Kinder, sonst trittst Du drauf.
Direkt danach kamen tatsächlich Piepschen aus der Linde:
Hoffentlich zieht sich das Schauspiel noch ein bisschen, grad ist zu viel
action und ich hab erst wieder am Sonntag Ruhe zum Betrachten.
Liebe Grüße, Lilli
11.5.2011
» Yarrow auch nicht ? .
Da hatte ich leider das Fragezeichen verdusselt, hörte sich recht unhöflich an ohne .
» Könnte das am
» Ende ein Zaunkönig sein? Der hat doch so ein "abruptes" Hinterteil... aber
» dafür ist er vielleicht ein wenig zu grün.
Ein bissel viel zu grün für einen Zaunkönig. Fitis schon eher. Auf der ersten Seite in diesem Strang sind im unteren Drittel auch noch meine ungelösten gelblichen Vögel zu sehen. Aber die haben einen Streifen über'm Auge.
» Dafür hab ich weiter oben den kopflosen "braunen" Vogel in Erdlings Hecke
» erkannt - das sieht mir aus wie ein Buchfinkenweibchen.
Ja, ist es.
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
15.5.2011
Ich seh hier selten Elstern, hatte aber letztes Jahr beobachtet, wie ein Turmfalke eine Bachstelze geholt hat, grad aus dem Nest gekommen. So ist das halt, dabei mag ich Turmfalken und die wiederum brauchen Elstern, damit sie ihnen das Nest bauen. Sie wohnen gern in ausgedienten Elsternnestern. Außerdem fressen sie meine Mäuse ...
Sonst musste ich die Nesträubereien noch nie mit ansehen. Vielleicht ja auch, weil hier so viele Vögel sind. So viele, dass sie inzwischen die meisten meiner Beeren ernten.
Einmal hatte ich beobachtet, wie Spatzen in unglaublichem Tempo zum Füttern ausflogen und zurückkamen, immer aus der gleichen Richtung, bis mir klar wurde, dass sie mit den vielen Pfauenaugenraupen füttern, für die ich ganz in der Nähe die Brennesseln hatte stehen lassen.
In der Natur taugt unser Freund-Feindbild halt wenig – und trotzdem hätte ich wohl auch die Elster verjagt, wenn ich das beobachtet hätte.
Tauben hab ich aber noch nie in Attacke gesehen, ich hab hier viele davon. Wenn sie allerdings in den Bäumen rumfliegen, macht das einen Heidenlärm, was wiederum andere Vögel, zumal in der Brutzeit, vielleicht einfach nur stört.
Gestern eine Überraschung. Ich hatte die Schwalben schon auf der Vermissten-Liste. Seit 2 Jahren hatten wenigstens Mehlschwalben wieder hier gesettelt, Rauchschwalben seit dem Frost-Frühling leider nicht mehr. Sie versammeln sich im Herbst immer von der ganzen Umgebung auf den Kuhzäunen zum Abflug und kommen dort im April wieder an. Viele fliegen weiter und einige bleiben.
Nun muss ich das nicht immer mitkriegen, aber ich sah keine Schwalbe und dachte, sie hätten unsern Standort wieder aufgegeben. Vorgestern plötzlich sah ich eine. Sie flog noch nicht so elegant, war also eine ganz Junge. Nun gab es auch in der schwalbenlosen Zeit immer Rundflüge mit den Jungen aus der Umgebung. Die ersten Übungsflüge wurden immer bei uns gemacht. Aber das war kein Rundflug – und gestern waren es 2, dann mehr, und jetzt viele.
Mein Steinsessel steht an einer Stelle, an die ich gleich in der ersten Zeit hier einen Stuhl gestellt hatte für’s Schwalbenbeobachten. Ich hatte immer zum April die Tür von einer alten Pferdeboxengasse geöffnet, weil sie dort ihre Nester hatten (inzwischen steht sie ganzjährig offen, weil auch die Eule diese Gasse liebt) .Danach verwaist, hatten die Rotschwänzchen sie im letzten Jahr entdeckt und die neuen Schwalben siedelten in einer Halle.
Trotz GG-Geburtstagszeitnot hab ich mich gestern dort niedergelassen, ich wollt jetzt doch sehen, wo sie wohnen, warum ich sie nie gesehen hatte. Sie schienen in andere Gebäudeteile zu fliegen, aber plötzlich flog eine in die Gasse. Sie wohnen jetzt wohl dort mit Rotschwänzchen und scheinen sich mit denen besser zu vertragen als mit den Spatzen.
Andere Boxen sind auch für Heckenbraunellen ein Quartier geworden – Ausweichquartier für die alten Kastanie. Beim Schwalbenbeobachten fand ich noch ein ganz originelles Nest. Eine Blaumeise flog immer wieder zur Mauer und zurück, ein typisches Manöver, wenn ich ein Nest nicht sehen soll. Also habe ich den Kopf weggedreht und nur aus den Augenwinkeln geschaut, und auch so gesehen, dass sie in eine kleine Nische in der Mauer flog. Anschauen kann ich mir das Nest aber erst, wenn die Jungen raus sind. Obwohl ich neugierig bin, will ich grad jetzt dort nicht stören. Die Meisen sind sowieso recht phantasievoll bei der Nestsuche. Eine hatte einmal in einer Pumpe genistet, die ich dann nicht mehr benutzen konnte.
Stare sind wieder neue aus dem Nest, es piepste unglaublich laut in einer Linde, so laut quieken nur die Stare. Und wenn die sich erst mit den anderen Jungen versammeln, dann wird’s richtig laut. Die Kleinen schwätzen sofort drauflos, genau wie die Alten.
Heute hatte ich ein Meeting auf dem Balkon. Wir trafen fast zeitgleich dort ein, eine junge Heckenbraunelle und ich. Das Kleine wusste nicht recht, was tun, hüpfte nach rechts und nach links auf dem Geländer, was hat Mama noch mal gesagt, davonfliegen vor Menschen oder nicht? Aber egal, es klebte ein Flaum am Schnabel und der musste erstmal weg, irgendwie, damit konnte man nicht überlegen. Endlich vollbracht, musste sie sowieso wieder Fliegen üben.
Liebe Grüße, Lilli
18.5.2011
Gestern, beim Kaffeekochen am Fenster, eine neue Überraschung. Da landete
etwas Kleines quasi neben mir auf dem Fenstersims, etwas kleines
schwalbiges – mit rotem Fleck am Hals – eine Rauchschwalbe. Sie sind also
doch da, wo auch immer sie sich versteckt haben.
Später war der Himmel voller Schwalben, der Übungsrundflug aller Schwalben
mit Jungen aus der Umgebung. Jetzt fliegen nur noch unsere.
Aber nicht nur:
Die Raben sind zahlreich, wegen der Trockenheit hocken sie immer an der
Kuhtränke, aber ich erwische sie nie, sie sind so extrem scheu, dass sie
selbst bei geschlossenem Fenster abdüsen, wenn ich mich nähere. Bis auf
selten Mutige
Kurz zumindest
Von weitem hab ich nun doch das seltsame Mauer-Meisennest fotographiert:
Inzwischen sind auch die Heckenbraunellen aus allen Ecken hervorgeschlüpft.
Gestern saß eines auf dem Zaun, einträchtig mit einem jungen
Rotschwänzchen. Einträchtig aber nur kurz, dann hüpfte das Rotschwänzchen
auf die Heckenbraunelle, nur mal so, und flog davon, schnell, bevor Mutter
Heckenbraunelle kommt.
Hier hatte es aber Ruh:
Draußen herrscht jetzt ein unglaublicher Lärm. Die Stare beherrschen den
Luftraum, Buchfinken und Amseln sind auch nicht leise, wer sich noch zu
behaupten versucht, kann ich gar nicht richtig heraushören, dazwischen
immer wieder ein ganz hohes neues Piepsen, obendrüber zwischendurch der
Pirol und weiter weg der Kuckuck.
Dabei haben sich die kleinen Stare noch gar nicht zu Schwärmen
zusammengefunden. Es sind nur so viele, die grad gleichzeitig aus den
Nestern hüpfen. Vorgestern sah ich einen Star noch füttern, aber bereits
mit den Kleinen im Schlepptau. Sie haben überall in Hausnähe gebrütet, in
den großen Linden, in der Gartenpappel, aus allen Bäumen purzeln sie und
alle schreien gleichzeitig nach Futter, das die Eltern ihnen immer noch
hinterhertragen. Seit sie im Winter den Balkon entdeckt haben, wollten sie
sich offenbar nicht mehr allzu weit davon entfernen.
Gestern rief GG beim Nachhausekommen: Ruhe hier, aber es hat nichts
geholfen.
Ich will mehr:
bitte!
Komm, lass uns selber suchen, das Fliegen klappt doch schon:
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
22.5.2011
Gestern sah ich die erste kleine Goldammer, aber leider nur kurz. Dabei sind sie überhaupt nicht scheu, etwas anderes hatte sie verscheucht. Es war eine Hummel oder Hornisse, ein großes Fluggetier jedenfalls, das auf sie zuflog. Da flog sie auf und setzte sich ein Stück weiter wieder auf den Zaun. Das Flugtier flog aber erneut auf sie zu, so dass sie schließlich in einen großen Holunderbusch flüchtete. Zu gemein, denn ich hatte die Kamera in der Hand. Ich hab noch ein bisschen gewartet, aber sie kam nicht wieder aus dem Busch hervor.
Sie saß dort zusammen mit einem Rotschwänzchen, an dem hatte das Flugtier aber kein Interesse. Schon spannend, wie gern sich verschiedene Jungvögel beschnuppern und etwas zusammen unternehmen. Wenn sie groß sind, tun sie das nicht mehr.
Ganz überrascht war ich heute, als 2 Vögel auf den Boden flogen und dort herumpickten. Amseln, dachte ich im ersten Moment, als ich sie hinter der Clematis nicht richtig sah. Also ging ich hin, aber Amseln wären gleich aufgeflogen. Die beiden waren aber ganz und gar nicht ängstlich und pickten weiter. Vogelkinder also schon mal, nur die haben noch nicht diese Scheu. Es waren 2 Rauchschwalben, wahrscheinlich grad aus dem Nest gekommen, und ich konnte sie eine ganze Weile beobachten. Hätte ich nicht so nah heran gekonnt, wär ich nie darauf gekommen, denn ich hatte noch nie Schwalben auf dem Boden pickend gesehen.
Und jetzt weiß ich auch, dass die Rauchschwalben in der Boxengasse wohnen, denn da flogen die beiden nach ihren Pickereien hinein. Dort also, wo auch früher ihr angestammter Platz war. Seltsam, denn 2 oder 3 Jahre, nach jener Ankunft mitten im Frost, wo noch keine Fliege flog, gab es hier keine Schwalben mehr. Und doch haben sie ihre alten Plätze wieder eingenommen. Die Rauchschwalben in der Boxengasse und die Mehlschwalben in anderen Außengebäuden.
Die Vogel- Akustik lässt wieder aufatmen. Die kleinen Stare sind selbständig geworden und erkunden in Schwärmen die Umgebung, so dass deren Geschrei nur noch hin und wieder von weitem zu hören ist und nicht mehr so durchdringend wie zu dem Zeitpunkt, als unendlich viele gleichzeitig aus den Nestern kamen und lauthals nach Futter oder Mama schrieen.
Jetzt höre ich endlich auch wieder andere Vögeltöne. Die Piepsmeisen sind nicht zu überhören, aber viele Jung-Stimmen kann ich nicht zuordnen. Nur die Amseln, aber auch nicht wegen ihren Tönchen, sondern weil es hier die Eltern sind, die die Jungen erst einmal lauthals begleiten.
Liebe Grüße, Lilli
27.5.2011
Grad schimpfen die Rotschwänzchen wie blöd, weil immer mehr Junge aus dem
Nest hüpfen.
Erst dachte ich, die übertreiben, da sitzt grad mal ein kleines auf dem
Dach. Als wenn ich dort hinaufklettern und es holen würde:
Aber oft sitzen die Kleinen, grad die Rotschwänzchen, auch am Boden, da
hilft das Eltern-Geschrei schon, wenn sie schimpfen, dann pass ich bei
jedem Schritt auf, denn sie fliegen oft erst direkt davor weg. Wie diese 2
heute:
Oft bin ich aber gar nicht die Adressatin vom Geschimpfe. Sie schimpfen
auch, wenn die Hasen rennen, vor allem aber wegen großen Vögeln. Was nicht
immer hilft, denn die Kleinen reagieren nicht darauf und schau’n nur in die
Luft, während andere Vögel oft ihre Brut im Schlepptau führen.
Heute hat’s bei einem nicht geholfen. Ich hörte etwas lautes am Boxendach
und sah etwas schwarzes, Rabenflügel grad noch. Daraufhin zeterte ein
Rotschwänzchen und flog auf und nieder, der Rabe hat wohl ein Junges
erwischt.
Die Raben sind schon fast eine Plage, so unglaublich viele sind hier.
Manchmal färben sie fast den Himmel schwarz. Bestimmt wurde schon manches
Ei oder Vogeljunges Opfer, vor allem aber verjagen sie sogar die Großvögel,
meine Mäusevertilger.
Meisen jagen eigentlich nicht am Boden. Im letzten Jahr hatte sich eine
junge Kohlmeise aber mit einer jungen Amsel angefreundet und manches mal
sah ich sie auch später nebeneinander am Boden picken, ganz seltsam sah das
aus und ich wollte mich immer wieder wundern über diese kleine Amsel.
Die Amsel seh ich jetzt nicht mehr an ihrer Seite, aber als die
Distelfinken den Löwenzahn auf der Rasenwiese eroberten, hüpfte eine
Kohlmeise dort mit herum. Die Wiese musste ich jetzt mähen und sofort wurde
sie von Amseln erobert.
Als ich gestern in der Nähe gearbeitet und immer wieder Mulch von der Mahd
geholt habe, verschwanden die Amseln, aber eine ließ sich nicht stören –
die Kohlmeise. Sie hüpfte sogar auf mich zu, weil sie schnell heraus hatte,
dass es unter dem Gras mehr Futter gibt. Das Gras selber zur Seite zu
schaffen, das schafft sie dann doch nicht – das überlässt sie mir.
Sobald sie Beute hatte, flog sie in den Birnbaum darüber und von dort
direkt zum bunten Schüppchen – ins Thermometer-Häuschen. Das
Außenthermometer ist in einem Vogelhaus untergebracht. Die Vorderfront
hatten wir schräg gestellt, so dass es gegen Regen geschützt ist, aber kein
Vogel darin brüten kann. Aber Meisen können überall brüten.
Echt verrückte Vögel, deshalb sagt man, Du hast ne Meise.
Im Blaumeisen-Mauernest wurde noch bis vorgestern unentwegt gefüttert
Jetzt seh ich keine mehr hineinfliegen. Vielleicht ist das ein Junges
daraus? Es konnte sich noch kaum auf den Beinen halten.
Die Jungstarenschwärme kamen immer wieder zu Besuch
wohl auch, weil immer noch neue aus den Nestern kamen. Angelockt von deren
Geschrei, hatten sie vielleicht die Hoffnung, auch noch was aus Mutters
Schnabel zu erobern. Alle hierher, vielleicht gibt’s noch was
Bis die Eltern die wirklich futterbedürftigen an separate Plätze holten
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
17.6.2011
Das hatte ich schon Anfang letzter Woche geschrieben, aber dann ging’s
internet nicht und danach war ich vergrippt. Wenn da also „heute“ oder
„gestern“ steht, stimmt das nicht so ganz ;-) .
Neulich wurde ich wieder von den Rotschwänzchen beschimpft oder gewarnt,
hatte die Kamera in der Hand – und vorsichtshalber den Boden abgesucht, mit
Erfolg:
Oft fliegen welche auf, wenn ich zum Saattisch komme. Ob ich sie dann am
Wasser gestört habe oder beim Saatpicken, weiß ich nicht. Dieses jedenfalls
fühlte sich sehr gestört und schimpfte mit wippendem Schwänzchen schon
drauf los wie eine Alte.
Vorgestern kam ich in die Tenne und 2 Schwalben umflogen mich, immer fast
an den Kopf. Ob es Junge sind, habe ich überlegt, die spielen wollen? Aber
es waren Alte, wie ich bald sah, denn um ein Haar wäre ich auf ein
klitzekleines Schwälbchen am Boden getreten, das noch nicht richtig fliegen
konnte. So bin ich schnell wieder rausgegangen und weiß jetzt: Wo die
Rotschwänzchen lauthals schimpfen, fliegen die Schwalben an den Kopf. Dann
muss ich aufpassen und den Boden absuchen.
Nachzüglerjunge gibt es auch bei den Staren.
Auch wenn die meisten Jungen schon in großen (und lauten) Schwärmen
fliegen
Und gern zwischendurch mit den Alten bei den Kühen Platz nehmen. Was sie da
bloß finden, überlege ich immer.
Auch die Rabenschwärme haben sich sehr vermehrt (ich nenne alle schwarzen
Vögel Raben, was natürlich so nicht stimmt, nur die Dohlen kann ich
unterscheiden und nenne sie Dohlen ;-) ). Erst dachte ich, vielleicht, weil
jetzt auch Dohlen darunter sind:
Aber sie haben sich mindestens verdreifacht:
Die kleinen streiten sich wie die Weltmeister
Was sich später offenbar wieder legt, die Großen sind recht friedlich.
Zumindest der eigenen Art gegenüber, kämpfen tun sie nur gegen andere
Vögel.
Die Bachstelzen schimpfen nicht wegen ihren Jungen, aber sie passen auf sie
auf. Und fliegen immer mit ihren Jungen mit. Erst hab ich mich gestern
gewundert, warum ich so beobachtet wurde:
und dann um mich geschaut und sogleich die Jungen gesehen:
Ich bin aber wohl als harmlos durchgegangen, bin ja auch kein Rabe oder
Turmfalke, und so wurde eins führungslos auf den Kies entlassen und durfte
mitjäten:
Die Himbeeren muss ich wieder mit den Vögeln teilen, was aber nix macht, es
gibt so viele. Als ich gestern zum Essen kam, war da schon eine junge
Heckenbraunelle, die nicht mit mir zusammen essen wollte. Also musste sie
warten, bis ich fertig war und itschipte ungeduldig:
Ich hab aber immer wieder eine Pause eingelegt, Vogelfresspause.
Das mache ich nicht bei den Johannisbeeren, die die Amseln schon entdeckt
haben. Die zetern meist und wollen nicht so schnell weichen. Aber dieses
Jahr habe ich mehr Glück als im letzten, weil sie so früh schon reif sind.
Letztes Jahr war das der Fall zusammen mit dem Schlüpfen der 2. Brut und es
hatten sich nicht nur die Alten drauf gestürzt, sondern sie haben das
Schlaraffenland auch gleich ihrer Brut gezeigt. Da hab ich mich einmal
umgedreht und die Johanissbeeren waren weg. Jetzt ist die 2. Brut aber noch
im Nest oder in den Eiern und sie haben nicht viel Zeit für die Beeren. Sie
naschen nur mal zwischendurch und füttern ihre Brut wohl nicht mit Beeren.
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
21.6.2011
Der Vogelkindergarten treibt sich wieder durch den Garten. Genauer, fast
alle waren heute in einem Holunderbusch versammelt (in dem neben den
Himbeeren). Viele treffen sich auch auf dem Kies und jäten im Verein,
Bachstelzen, Buchfinken, Rotschwänzchen vor allem, auch Rotkehlchen. Die
ganz kleinen werden noch gefüttert:
Sie brauchen im Kindergarten keine Erzieher, sie sind einfach neugierig auf
die andern und gucken voneinander ab, auch wenn das nicht immer so klappt.
Die Amsel wollte gern am Ast entlang turnen wie der Baumläufer, aber es
ging halt nicht. Beim kleinen Buntspecht auch nicht, der wich immer wieder
auf den Zaunpfahl beim Holunder aus. Selbst eine kleine Elster mischte sich
darunter und war noch nicht Feindin, das kommt alles erst später.
Am aufregendsten waren aber die Schwalben. Grad dem Nest entschlüpft, üben
sie jetzt wie verrückt das Fliegen, fliegen steil nach oben und im
Senkrechtflug wieder herunter, jagen sich und gern auch mal den
Kindergarten, indem sie direkt am Holunder vorbeifliegen, fast in ihn
hinein, und die ganze Vogelschar aufmischen. Die will mitjagen, schafft es
aber nicht. So jagen sie sich, aufgemischt durch die Schwalben, auch einmal
gegenseitig, das geht einfacher, aber lang halten sie das nicht durch. Es
ist ein Schauspiel, bei dem ich fast nicht mehr vom Fenster wegkomme, nur
manchmal den Kopf einziehen muss, weil die übermütigen Schwalben mich schon
mal in ihr Spiel mit einbeziehen.
Nur der Pirol begibt sich nicht in solche Niederungen. Sie tröteten und
qietschten und ich hab die Stimmen nicht gleich erkannt, kam nur auf den
Pirol, weil das Getröte immer hoch aus den Bäumen kam. Zwischendurch wurde
die Vermutung durch typische Pirolrufe bestätigt, aber sie haben ein
breites Stimmenspektrum und üben anscheinend grad alle Variationen durch.
Himbeeren gibt’s jetzt nicht mehr viele, die nicht angepickt sind und auf
den Blättern klebt oft Himbeergematsche. Aber ich hab selber so viele
gegessen, da macht das nix. Anführer für die Standortwahl heute waren wohl
die Itschips, die hatten die Himbeeren als erste okkupiert.
Die Itschips, das sind meine zahlreichen Heckenbraunellen. Sie rufen
itschip und bei Aufregung itschiptschip. In letzter Zeit häufig, den wir
hatten einen Apfel auf dem Gartentisch vergessen. Das gefiel ihnen, zumal
die Himbeeren gleich in der Nähe sind. Nun waren es nicht nur ihre
Himbeeren, sondern auch ihr Gartentisch mit ihrem Apfel. Itschip, hieß es
immer, wenn ich kam, stör uns nicht, und so kam es zu mancher Unterhaltung.
Hi Itschip, begrüße ich sie manchmal, jetzt gib endlich Ruh, ich wohne auch
hier, setze mich an den Tisch, wenn’s mir passt, und esse AUCH Himbeeren.
Ich wusste gar nicht, wie viel Schwalben wir inzwischen hier wieder wohnen
haben. Ständig piepst es witwit, purzeln sie durch die Tenne und suchen
einen ersten Halt.
Dieses Kabel war schon in unserm ersten Frühling hier beliebtes
Rauchschwalbenziel und auch jetzt werden die Kleinen als erstes dort
hingelotst.
Geschafft:
Warten, warten ... wo sind die Eltern?
Daaaa:
Als nächstes bin ich dran:
Jetzt ich:
Und jetzt ich:
Die Fotos sind ein paar Tage alt, die Schwalben auch, heute waren sie schon
den Kindergarten am Aufmischen.
Die Fotos vom Kindergarten muss ich mir erst noch anschauen, aber hier sind
noch 2 neue Itschips:
Liebe Grüße, Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
19.7.2011
Eine Tragööödie – ich hatte auf Holland-Reise mein Handy vergessen, meine Unterwegs-Kamera.
In Egmond an Zee blieben wir vor einem Café mit überdachter Terrasse stehen wegen einem unglaublichen Schauspiel. Fast alle leerstehenden Stuhllehnen, auch Armlehnen und manche Tische waren mit Spatzen besetzt. Schnell, Dein Handy, bat ich GG – aber das war entladen .
So mussten wir uns zum Kaffee niederlassen, um die Vogelheerscharen wenigstens fotolos zu genießen. Wir wollten zwar nichts essen, aber zum Kaffee gab es einen Keks. Es gab auch Leute, die sie mit der Zeitung verscheucht haben, aber die Vögel hatten schnell raus, dass ihnen das bei uns nicht droht. Sofort waren wir umringt, nicht nur von Spatzen, auch ein paar Stare waren dabei.
Ich war nicht gleich so freigebig und wollte schau’n, ob sie auch auf die Hand kommen. Das nicht, aber die dargereichten Stückchen haben sie von der Hand gefressen, auch ein Star. Erst haben sie aber lang überlegt, bevor sie sich dafür entschieden haben. Schließlich waren nicht nur die Stühle, sondern auch der Tisch voller Spatzen und Stare. Ein Spatz wollte gleich den ganzen Keks vom Teller schleppen, aber der war zu schwer.
Mit etwas mehr Abstand lauerten auch Dohlen. GG warf ihnen einen Keksbrocken zu und der wurde im Flug gefangen. Derart aufgefordert, kam jetzt auch eine Dohle auf den Stuhl. Sie überlegte und überlegte, ob sie sich auf den Tisch wagen soll, aber immer hat sie zu lang überlegt und kam die Bedienung vorbei und musste sie flüchten. Noch nie saß ich so nah Auge in Auge einer Dohle gegenüber. Sie haben faszinierende Augen, ein dunkler Knopf in einem hellen Ring. In etwas Abstand blickte uns eine ganze Schar daraus an. Wenn ich zu lang in diese Augen geschaut habe, fingen sie an, sich zu putzen.
Hier werde ich dieses Erlebnis nicht haben, hier schauen wir uns nicht so friedlich in die Augen, weil sie uns schon den Schornstein zugebaut haben. Dort aber haben sie mein schlechtes Gewissen, dass ich Kekse verfüttert habe, mit diesen Augen weggeblasen genau so wie die Spatzen und die Stare, die ganz kleinen Spatzen weggepiepst.
Am Strand hab ich wieder wegen dem vergessenen Handy geflucht. Ein Gruppe Abenteurer-Jugendlicher hatte ihr Gepäck im Sand geparkt und sprang in voller Kleidung bei Sturm und Regen ins Meer. Das sah auch eine große Möwe und machte sich am Gepäck zu schaffen. In einer Tüte wurde sie fündig und verschwand schnellstens mit ihrer Beute. Aber nur, um sofort zurückzukehren. Nun war ihr der Erfolg zu Kopf gestiegen, oder in den Schnabel, denn jetzt versuchte sie, ganze Gepäckstücke abzuschleppen. Bloß hat's nicht geklappt.
Dann haben wir uns aber erbarmt, nicht der Möwe, sondern den jungen Leuten, bevor ihr Gepäck zerfetzt wird, schließlich hatte einer von ihnen uns vorher im Sprint unsere Kappe zurückgeholt, die der Sturm vom Kopf gefegt hatte und die wir nicht mehr einholen konnten.
Nachher, beim Essen, machte ich Outdoor-Zigaretten-Pause. Ich selber war wohl uninteressant für die Möwen, nicht aber das, was ich in der Hand hielt, das machte neugierig. So umkreiste mich eine, immer tiefer, ganz nah über dem Kopf schließlich. Bis sie wohl einsah, dass es schwer sein würde, mir dieses Ding aus der Hand zu klauen.
Liebe Grüße, mit holländische Meeresvogelgschichten diesmal
Lilli
RE: Vogelgschichten -
Lilli - 17.09.11
Das waren die alten Vogelgschichten, lückenhaft leider.
Jetzt kann's weitergehen mit der neuen Vogelforumszeit.
Viel Spaß, Lilli
RE: Vogelgschichten -
susima - 18.09.11
Deine Vogel-Fotos sind einfach ein Traum, Lilli - Du solltest einen Bildband draus machen!
(17.09.11, 01:55)Lilli schrieb: 19.7.2011
Mit etwas mehr Abstand lauerten auch Dohlen. GG warf ihnen einen Keksbrocken zu und der wurde im Flug gefangen. Derart aufgefordert, kam jetzt auch eine Dohle auf den Stuhl. Sie überlegte und überlegte, ob sie sich auf den Tisch wagen soll, aber immer hat sie zu lang überlegt und kam die Bedienung vorbei und musste sie flüchten. Noch nie saß ich so nah Auge in Auge einer Dohle gegenüber. Sie haben faszinierende Augen, ein dunkler Knopf in einem hellen Ring. In etwas Abstand blickte uns eine ganze Schar daraus an. Wenn ich zu lang in diese Augen geschaut habe, fingen sie an, sich zu putzen.
Ich hab auch eine kleine Vogelgeschichte, die wollte ich schon längst einmal einstellen:
Ich hatte Anfang Mai in Salzburg ein nettes Erlebnis mit Alpendohlen.
Wir waren am noch schneebedeckten Untersberg wandern und ich hatte als Marschverpflegung eine Dose mit "Studentenfutter" mit (versch. Nüsse und getrocknete Cranberrys).
Bei einer kurzen Rast holte ich die Dose aus dem Rucksack und schon bemerkte ich, wie eine Schar Alpendohlen uns neugierig beäugte.
Als ich mit der Dose sachte klapperte, flogen sie auf - schade, dachte ich.
Aber ein einzelner "Kundschafter" pirschte sich heimlich, still und leise wieder an uns heran. Und zwar hüpfend auf dem Boden.
Erst warf ich ihm eine Cranberry zu, die er sich vorsichtig holte.
"Hmm ja das schmeckt gut - gibts noch mehr?" - erwartungsvoller Blick in meine Richtung.
Ich warf ihr noch etwas zu, ein bißchen näher wie vorher - hüpf- hüpf- Blickaufmich - Blickauffutter - pick,schnapp!
Ich opfere noch eine Nuss, aber die Dohle fliegt weg.
OK - dann bleibt halt uns mehr von der Verpflegung.....
Denkste!
Dohle hat nur ihre Kumpels geholt
Es endete damit, dass sie sich sogar auf meine Hand setzten um sich die Leckerbissen zu holen. Ein paar besonders Dreiste kletterten mein Bein hinauf und holten sich das Futter aus der Dose, die ich auf den Knieen stehen hatte.
Ok, dann gings weiter.
Die Schar flog natürlich weg. Wir sahen sie aber in mehr oder weniger Abstand immer irgendwo herumkreisen.
Bei der nächsten Rast bedurfte es keines Kundschafters mehr.
Kaum hatte ich die Dose wieder aus dem Rucksack geholt, schoß der Schwarm hinter einem Felsen hervor und ließ sich direkt bei uns nieder.
Ein ganz Mutiger saß bereits auf meinem Schuh, bevor die Dose überhaupt offen war.
Obwohl es keine besonders großen Vögel sind, sind ihre Schnäbel und Krallen so aus allernächster Nähe doch recht beeindruckend, aber wir hatten nichts zu befürchten.
So haben wir unsere Verpflegung mit den Dohlen redlich geteilt - oder sagen wir eher, wir haben sie ihnen überlassen
Es war schwierig bis unmöglich sie zu fotografieren, zum Teil weil sie wirklich körpernah herankamen und zum anderen, weil ich befürchtete, dass mir beim Fotografieren die Dose von den Knieen rutscht.
Aber ein paar Nahaufnahmen sind mir doch gelungen, leider kann man ihre wirklich faszinierenden Augen nicht gut drauf erkennen:
RE: Vogelgschichten -
CarpeDiem - 12.11.11
Also mit Foto kann ich leider noch nicht dienen, aber bei uns ist im Moment richtig was los. Da ich mein Obst ja nicht wegräume, sondern nur bei Seite schiebe, haben wir etliche Amseln. Das Rotkehlchen habe ich heute auch schon gesehen und ich glaube, es toben noch so einige Piepmätze bei uns rum.
Im Kreetendickicht ist auch ordentlich was los, habe ich doch nur gut die Hälfte geerntet und alles in den oberen Bereichen dran gelassen.