RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Yarrow - 14.12.11
(14.12.11, 13:39)Unkrautaufesserin schrieb: Könnte man die Blüten zu einem (kuzren) Bukett binden, oder ist sie dafür zu verzweigt?
Doch, das müsste gehen. Ich habe sie aber noch nicht in der Vase ausprobiert, dafür ist der Strauch noch zu jung.
Was sind denn die anderen beiden Lieblings-Austins? Ich habe inzwischen so viele... aber eine der Allerschönsten ist auf jeden Fall Lady Emma Hamilton. Die passt nur nicht in diesen Farbstrang hier.
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Raphaela - 14.12.11
Edit: Foto von Blanche Duranthon (aus 2006, als Jungpflanze im Hausgarten) eingefügt.
[attachment=129]Die Gentle Hermione sieht ja traumhaft aus!
Gruß an Labenz - sehr frosthart (eine der frostärtesten Öfterblühenden im Rosenpark, ähnlich wie Stanwell Perpetual und Petit Papillon, die Rugosas und Portlands, also keine Sorge.
Marie de St. Jean - sowieso, toughes Mädel und nie ohne duftende Blüten während der Saison.
Blanc Double de Coubert - auch sehr frosthart, extrem intensiver Duft, gute Nachblüte
Mme Alfred Carriere - sehr guter Winterschutz erforderlich, besonders bei jüngeren Pflanzen! Im Spätsommer Kalimagnesia geben, vor Wintersonne schützen (Matte drumrum o.ä.), starker Schnitt der Jungtriebe im Frühjahr und nochmal nach der ersten Blüte (auf 2 oder 3 Augen) damit sie buschiger bleibt, möglichst nie ältere (verholzte) Triebe stark zurückschneiden, möglichst nicht umpflanzen (und wenn, dann im Frühling).
Blanche Duranthon - wunderschöne Sorte, aber geschützt pflanzen und Jungpflanzen besonders gut anhäufeln/abdecken! Ähnelt der Mama (Mme Alfred Carrière), ist aber in allem zierlicher, wächst schmaler und buschiger, eine tolle, kleinere Kletterrose für eine Säule/Stange o.ä. an geschützten Standorten. Das Rosenpark-Exemplar wäre nach dem Umpflanzen dorthin fast eingegangen und hat zusätzlich im vorletzten Winter stark gelitten. Ist jetzt wieder ca. 1,4 m hoch und hat den letzten Winter dank ausgereifteren Holzes besser überstanden (steht aber auch nach Osten hin etwas geschützt).
Leda - Frosthart, mag aber auch nicht gerne verpflanzt werden : Das Ex-Hausgarten-Exemplar hat nach der Umsiedlung in den Park im Frühjahr trotz mitumgesiedeltem Wurzelballen im Drahtkorb so sehr geschmollt, daß es fast komplett zurückgeschnitten werden mußte. Bevorzugt Sonne. Kann nach der Blüte recht stark zurückgeschnitten werden, damit sie buschiger bleibt. Sonst in Humusboden 2m Höhe und Breite mindestens.
Mme Plantier - Frosthart, halbschattenverträglich, unkompliziert, duftend, stachellos. Duft entwickelt sich oft erst im 2. oder sogar 3. Standjahr richtig. Eignet sich aufgebunden als Kletterrose auch für Halbschatten, kann dann 4m und höher werden. Ist eine Noisette Hybride, keine Alba.
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... -
Rosenduft - 14.12.11
@Raphaela
Dankeschön für das wunderbare Bild!
Die MAC soll eine Perogla bewachsen, ich habe sie als sehr große & kräftige Containerpflanze erstanden. Derzeit ist sie samt Container im Boden eingegraben und gut angehäuft (das Beet ist noch nicht fertig), dazu habe ich sie mit Vlies eingepackt. Reicht Vlies als Sonnenschutz?
Tja dann wird die Leda wohl mit Schnitt leben lernen müssen, soviel Platz hat sie da nicht.
Die Mme Plantier war eine kleine Wurzelechte, die hat auch in diesem Jahr nicht viel Zuwachs gehabt, aber gleich 3 Blüten. Ich habe sie jetzt im Herbst verpflanzt, ich denke auch die braucht ne ganze Weile bis sie sich etabliert hat.
Die Blanc Double de Coupert wollte dieses Jahr nicht so richtig, hatte Startschwierigkeiten, keine Ahnung warum. Ist keine 20cm gewachsen, sie wird ihren Platz der R.centifolia "Variegata" abtreten und umziehen.
Aber insgesamt macht mir was Du über meine Röschen schreibst viel Vorfreude auf nächstes Jahr!
Liebe Grüße Yvonne
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Raphaela - 14.12.11
Vlies müßte erstmal reichen. Später kannst du ja im Winter Reetmatten o.ä. drum herum stellen, damit sie nicht so stark zurückfriert (deine Klimazone ist recht kalt, wenn ich das richtig verstanden habe?)
Meine alte, große, vollsonnig stehende MAC ist letzten Winter im Hausgarten leider komplett erforen (vorher hatte sie fast nie und wenn, nur leichte Schäden) :-/
Das jüngere Exemplar, das in den l´âge bleu Rosenpark umgezogen ist, hat den vorletzten Winter schlecht, den letzten aber ganz gut überstanden (nachdem davor ein Gartenhäuschen aufgebaut worden war, das im Winter die Mittagssonne fernhält).
Eine meiner Mme Plantiers war auch ein bewurzelter Steckling ( klappt bei weißen Albas selten bis nie, bei Noisette Hybriden dagegen sehr gut) und brauchte, zumal im Schatten, eine Weile...Ist mittlerweile an einem Bogen ca. 4m hoch.
Blanc double de Coubert am besten tief pflanzen, damit er schnell eigene Wurzeln bildet. Und ordentlich Humus verabreichen, das liebt er. Lichter Halbschatten dürfte kein Problem sein (das frühere Hausgarten-Exemplar, das ich später verschenkt hab, war an enem halbschattigen Platz in altem Kompost über 3 m hoch)
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... -
Rosenduft - 14.12.11
(14.12.11, 16:47)Raphaela schrieb: Vlies müßte erstmal reichen. Später kannst du ja im Winter Reetmatten o.ä. drum herum stellen, damit sie nicht so stark zurückfriert (deine Klimazone it recht kalt, wenn ich das richtig verstanden habe?)
Blanc double de Coubert am besten tief pflanzen, damit er schnell eigene Wurzeln bildet. Und ordentlich Humus verabreichen, das liebt er. Lichter Halbschatten dürfte kein Problem sein (das frühere Hausgarten-Exemplar, das ich später verschenkt hab, war an enem halbschattigen Platz in altem Kompost über 3 m hoch)
Ja das werde ich machen, vielleicht schaffe ich es auch und lege einfach noch eine 2.Lage Vlies drüber. Laut dem Klimazonenrechner bin ich in 6b (auf 430m). Allerdings sind wir in der Stadt in einem alten Wohngebiet mit sehr großen Bäumen vor dem Grundstück, aber trotzdem zugig (Luft & Eisenbahn

).
Hmm eigentlich hätte es dem BddC dann gefallen müssen, außer vielleicht dem Humus (hatte Pflanzerde mit Sand gemischt) hat alles gepaßt. Ich pflanze alle Rosen sehr tief und die Lage ist volle Sonne bis spätnachmittags.
Gibst Du öfterblühenden Rosen mehr Futter als den einmalblühenden? Ich häufle im Herbst mit Kompost an und dann im Feburar/Anfang März bekommen alle eine kräftige Ladung Pferdemist. Brauchen die öfterblühenden dann später nochmal was, außer Kali im August?
Grüßle Yvonne
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Raphaela - 14.12.11
Das müßte eigentlich reichen, bzw. ist bei gutem Boden eigentlich fast schon zuviel.
Edit: Boden- und Dünge-Teil der Antwort hab ich in einen Extra-thread verschoben ( finden wir da sicher besser wieder und war hier etweas OT)
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Unkrautaufesserin - 14.12.11
(14.12.11, 14:13)Yarrow schrieb: Was sind denn die anderen beiden Lieblings-Austins? Ich habe inzwischen so viele...
Liebe Yarrow,
sie passen sogar zum Strang:
Redoute... die ist einfach nur oooooohhh!
und die andere:
Heritage ein Traum.
Ich glaube, ich habe eine Schwäche für Rosen in weiß mit ein bißchen Rosa darin...
Es werden bestimmt noch mehr Austins mit der Zeit

aber die drei habe ich schon mal dem Liebsten verlinkt...
Liebe Grüße, Mechthild
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... -
Rosenduft - 14.12.11
(14.12.11, 17:24)Raphaela schrieb: Für den Kraftakt, öfter stark gefüllte, große Blüten hervorzubringen, brauchen sie entsprechendes "Kraftfutter" in Form von Humusmaterial.
Besonders solche Sorten profitieren sichtlich von humosem Substrat.
Was meinst Du mit Humus?
(14.12.11, 17:24)Raphaela schrieb: In normaler Gartenerde (ohne jahrelange Gülle-Düngung) ist der Stickstoffgehalt sicher nicht so hoch wie z.B. im Rosenpark. Solange die Pflanzen nicht mastig werden, ist eine einmal jährliche Kompost- oder Mistgabe m.E. (zumindest bei o.g. Öfterblühenden) vertretbar. Der Kompost/Mist verbessert ja vor allem auch die Bodenstruktur.
Unser Boden ist auch sehr lehmig, stellenweise bzw in tiefen Schichten sogar tonig.
Wir haben hier alte Thujenhecken usw gerodet, ich denke der Boden kann im Moment Futter gut gebrauchen. Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, würde eines von beidem ausreichen, also entweder mit Kompost und oder Mist anhäufeln oder im zeitigen Frühjahr Mist geben? Das soll mir aber auch Recht sein.
Liebe Grüße Yvonne
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... - Raphaela - 15.12.11
Rosenduft: Mit Humus meinte ich alle Arten von verrottetem, organischem Material, also Kompost oder Mist oder verrottetes Schreddermaterial (wobei unverrottetes Schreddermaterial erstmal Stickstoff zehrt, statt welchen abzugeben), verrotteten Grasschnitt, etc.
Davon hat Lehm und erst recht Tonboden normalerweise etwas zu wenig, besteht ja zum allergrößten Teil aus "verrottetem" mineralischem Material (Gesteinsabrieb, Sand).
Edit: Den größeren Teil der Antwort hab ich in einen Extra-thread kopiert, damit wir dort auch eure Erfahrungsberichte sammeln (und wiederfinden ;-)) können.
Mechthild: Jaaa! Redouté und Heritage liebe ich auch sehr! :-)
Heritage scheint allerdings auf stärkeren Rückschnitt recht allergisch zu reagieren: Meine haben daraufhin schn je einmal ein ganzes Jahr mit der Blüte ausgesetzt :-/
RE: Helle Rosen - weisse und blasse... -
tulipan - 15.12.11
(14.12.11, 14:45)Raphaela schrieb: Mme Alfred Carriere - sehr guter Winterschutz erforderlich, besonders bei jüngeren Pflanzen! Im Spätsommer Kalimagnesia geben, vor Wintersonne schützen (Matte drumrum o.ä.), starker Schnitt der Jungtriebe im Frühjahr und nochmal nach der ersten Blüte (auf 2 oder 3 Augen) damit sie buschiger bleibt, möglichst nie ältere (verholzte) Triebe stark zurückschneiden, möglichst nicht umpflanzen (und wenn, dann im Frühling).
Das ist interessant! Meine verhält sich völlig atypisch..... hat die letzten beiden harten Winter mit Dauerfrost um -20° ohne Schäden überstanden, und das ohne Winterschutz. Ob ich das dieses Jahr nochmal riskiere? Sie steht allerdings an einem Platz, der im Winter kaum Sone hat. Ich hatte sie dahin gepflanzt, nachdem ich las, daß sie sogar noch an Nordseiten gut gedeiht (bei Ingwer Jensen).
LG
tulipan