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Neues zu Glyphosat - Druckversion

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RE: Neues zu Glyphosat - Cornelssen - 08.03.16

Es geht nicht um einen Widerruf, sondern um die Verlängerung der Zulassung.

Mir ist im vergangenen Jahr aufgefallen: der Subventionsspekulant, der hier eine Pferdeweide umfunktioniert hat zu Bio-Diesel-Mais, hat vorher alles mit Glyphosat totgespritzt - auf seinem Acker. Allerdings sind auf der anderen Seite des Feldwegs am Rand der Pferdeweide "plötzlich und unerwartet" alle jene Wildkräuter wieder verschwunden, die der dortige Bauer und ich nach und nach ausgesät und erfolgreich wieder angesiedelt hatten (u.a. Spitzwegerich - für den ich zuständig war, weil ich ihn im Garten ziehe und Samen nehmen kann): alles wieder weg. Zur Distanz zwischen dem gespritzten Acker und dem Wiesenrain: ein 3m breiter Streifen Gebüsch - vorwiegend Weißdorn - plus Feldweg, der für die breiten Geräte in den letzten 10 Jahren auf etwa 5m verbreitert worden ist = 8m mit sowas wie Windschutz durch die Hecke. :no:

Inse


RE: Neues zu Glyphosat - Gerd V - 08.03.16


Das einzigste was sich geändert hat sind die Abgabevorschriften. Ab diesem Jahr muß man zwingent die Karte mit haben um Pflanzenschutzmittel zu erwerben. Letztes Jahr reichte es noch zu sagen:"Hab ich vergessen". Dann hast nen Zettel ausgefüllt der beinhaltete das du nen Schein hast und hast das Zeug bekommen.




RE: Neues zu Glyphosat - Gerd V - 08.03.16

(08.03.16, 22:59)Cornelssen schrieb:  Es geht nicht um einen Widerruf, sondern um die Verlängerung der Zulassung.

Mir ist im vergangenen Jahr aufgefallen: der Subventionsspekulant, der hier eine Pferdeweide umfunktioniert hat zu Bio-Diesel-Mais, hat vorher alles mit Glyphosat totgespritzt - auf seinem Acker. Allerdings sind auf der anderen Seite des Feldwegs am Rand der Pferdeweide "plötzlich und unerwartet" alle jene Wildkräuter wieder verschwunden, die der dortige Bauer und ich nach und nach ausgesät und erfolgreich wieder angesiedelt hatten (u.a. Spitzwegerich - für den ich zuständig war, weil ich ihn im Garten ziehe und Samen nehmen kann): alles wieder weg. Zur Distanz zwischen dem gespritzten Acker und dem Wiesenrain: ein 3m breiter Streifen Gebüsch - vorwiegend Weißdorn - plus Feldweg, der für die breiten Geräte in den letzten 10 Jahren auf etwa 5m verbreitert worden ist = 8m mit sowas wie Windschutz durch die Hecke. :no:

Inse

Könnte vom Glyphosat kommen. Vor allem wenn die Spritze dafür nicht ausgelegt oder unfachmännisch bedient wurde. War eventuel kein Vernebelungsschutz dran.




RE: Neues zu Glyphosat - Unkrautaufesserin - 09.03.16

Ich habs ja hier auch schon mal geschrieben: die Kolchose spritzt hier bis Windstärke 4, das trägt den Sprühnebel 70m bis auf die Wäschewiese. Auch deshalb kommt an die Grundstücksgrenze meine Weihnachtsbaumpflanzung, damit sie vielleicht nach der 4. Versicherungsleistung etwas vorsichtiger werden...

Alternativ könnte der Landwirt auch mit der Spritze über den Feldweg zum Acker gefahren sein. Aus den Schläuchen tropft immer noch was nach...

Liebe Grüße, Mechthild


RE: Neues zu Glyphosat - vanda - 09.03.16

(09.03.16, 13:27)Unkrautaufesserin schrieb:  Ich habs ja hier auch schon mal geschrieben: die Kolchose spritzt hier bis Windstärke 4, das trägt den Sprühnebel 70m bis auf die Wäschewiese. Auch deshalb kommt an die Grundstücksgrenze meine Weihnachtsbaumpflanzung, damit sie vielleicht nach der 4. Versicherungsleistung etwas vorsichtiger werden...

Das mit der Weihnachtsbaumpflanzung musst Du mir mal näher erläutern (gern auch per pn). Gibt's da z.B. gesetzliche Vorgaben, wie weit an der Grenze Deines Grundstücks die sein dürfen etc. etc. - ich hab ja mit dem dazugepachteten Grundstück ähnliche Pläne (wurde im Grunde nur gepachtet, um den Landwirt vom Umpflügen und Dazuschlagen zum intensiv gespritzten Acker daneben abzuhalten... :whistling: ) - also keine Weihnachtsbaumplantage (obwohl - die Idee ist auch gut), aber zumindest eine Pflanzung von Obst und Wildobst.

Cornelsen, hier gibt's fast nirgendwo mehr Randstreifen mit anderen Pflanzen als durchsetzungsstarken Gräsern (die sich nach einmal totspritzen am schnellsten wieder ansiedeln). Dadurch, dass viele kleine Bauern ihre Felder inzwischen an Großbauern verpachtet haben, kommen letztere von außerhalb mit riesigen Monstermaschinen angefahren zum Pflügen, Spritzen und Ernten, und drin sitzen meist grade volljährig gewordene Jünglinge, die a) fahren wie die Idioten und b) sich um sowas wie Ackerrainflora aber schon wirklich gar keinen Kopf machen - sollten sie das Wort überhaupt schonmal gehört haben. Die haben einen knappen Zeitplan und müssen z.B. an einem Tag alle Flächen in einem bestimmten Gebiet abarbeiten. Da kann und will doch keiner darauf Rücksicht nehmen, ob's da mal gerade irgendwo etwas mehr Wind hat (davon abgesehen, dass man das in der kuscheligen Fahrerkabine überhaupt nicht mitkriegt, denn ausgestiegen wird heutzutage nicht mehr...).
Diese Anbauspritzen z.B. sind auf beiden Seiten ausklappbar und bis zu 36m breit - da verwundert es dann auch nicht, dass das mit den Rändern nicht mehr so genau geht... :rolleyes:




RE: Neues zu Glyphosat - Märzhase - 09.03.16

Man sieht ja immer sehr schön am Dreck auf dem Feldweg, wie weit die Maschinen bei der Beackerung ausholen, zum Beispiel wenn sie wenden. Kann mir durchaus vorstellen, dass da was "daneben gegangen" ist, wenn der Wind wirklich ungünstig steht.
Eine andere Alternative wäre höchstens noch Absicht, aber das will ich nicht unterstellen, ohne die genauen Umstände zu kennen :noidea:

Bei uns neben der Gartenanlage hat man das "Problem" der Beikräuter im Grünstreifen zwischen Feldweg und Feld übrigens recht brachial gelöst: nachdem jahrelang immer nur gemäht wurde und sich trotzdem Kräuter wie große Klette, Gänsefingerkraut und auch Löwenzahn gehalten haben, hat man Ende letzten Jahres den Grünstreifen einfach komplett entfernt... brutalst bis auf den Mutterboden abgefräst, auf beiden Seiten des Weges.
Entweder bauen sie den sowieso schon recht breiten Feldweg noch breiter aus, oder sie "lassen das jetzt so". Ich bin sehr gespannt, was dieses Jahr noch so alles passiert in Gartennähe Clown


RE: Neues zu Glyphosat - Unkrautaufesserin - 09.03.16

Vanda, ich muß hier nur sächsisches Nachbarschaftsrecht einhalten. Das besagt, Gehölze bis 2m Höhe haben 50 cm Abstand zum Zaun und Gehölze über 2m haben 2m Abstand zum Zaun einzuhalten. Und den Zaun darf ich genau auf die Grundstücksgrenze setzen, hab auf der Gemeinde gefragt. Ist völlig egal, ob nebenan Acker oder Straße ist.

Ich baue also einen Zaun (Knotengeflecht) auf die Grenze, dann pflanze ich in 3m Abstand eine Reihe Nordmanntannen, immer schön mit 3m Abstand in der Reihe. Und dann auf Lücke die zweite Reihe in 1,5m Entfernung.

Dann bleibt das Wildschwein und hoffentlich auch der Fuchs draußen, ich sehe, wie weit die Kolchose spritzt, und ich muß irgendwann keinen Weihnachtsbaum mehr kaufen, sondern kann ernten gehen...

Liebe Grüße, Mechthild


RE: Neues zu Glyphosat - vanda - 09.03.16

Danke! smile Ja, normaler Zaunabstand nach Nachbarrecht ist klar. Leider weiß ich gar nicht genau, wo die Grenze ist tongue und hunderte Meter Zaun kann ich mir auch nicht leisten (wär was anderes auf dem eigenen Grundstück) bzw. ist dann wieder beim Mähen mit dem Traktor unpraktisch.
Christbaumplantage macht eigentlich auch nur Sinn, wenn man die entsprechenden vierbeinigen Mäher dazu hat wink, ansonsten nur wieder endlose Mehrarbeit, wenn ich mir's recht überlege.


RE: Neues zu Glyphosat - Unkrautaufesserin - 09.03.16

Bei mir sinds "nur" ungefähr 500 m Zaun, den ich so nach und nach jetzt setzen werde... hab ja die Mäher schon Clown

Liebe Grüße, Mechthild


RE: Neues zu Glyphosat - Landfrau - 09.03.16

(08.03.16, 22:59)Cornelssen schrieb:  Es geht nicht um einen Widerruf, sondern um die Verlängerung der Zulassung.

Ja liebe Inse, so hatte ich es doch auch formuliert. Wollte nur nicht denselben Begriff in Bezug auf die noch ausstehende endgültige Entscheidung noch mal verwenden:blush:

Aber sag mir mal bitte, was ein Subventionsspekulant ist ? Clown Wer ist denn so behämmert ? Die Musik spielt doch in den Preisen für landwirtschaftliche Flächen:angel: Eigenartige Nachbarn hast du Clown
Die Eu-Subvention richtet sich nach vielen Faktoren, Basisbetrag + x. Aber für Mais gibt es nicht mehr als für eine Dauerweide :noidea:, im Gegenteil.

Und Bio-Diesel besteht bei uns hier überwiegend aus Raps, nicht aus Mais