RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Landfrau - 30.01.16
(30.01.16, 12:20)Moonfall schrieb: Wenn du aber öfterblühende Kletterer in dunkleren Farben suchst, kann ich aus eigener Erfahrung nur die Gruß an Teplitz empfehlen, die blüht den ganzen Sommer.
Haha, Moonfall.

Das Dumme ist nur, dass Gruß an Teplitz hier im Nordosten von D - und da packe ich jetzt mal Inse etwas großzügig mit dazu - nicht klettert

Sie, also die Rose, mag unsere Winter nicht und bleibt daher öh übersichtlich
Also nun doch keine Strauchrose, Inse? Sondern der Leo kriegt eine weitere Chance? Also dann eine Strauchrose für den Fall, dass du den Komposthaufen aufgelöst bekommst?
Im Vergleich zu GdF ist Leopold wesentlich frosthärter, deswegen halte ich den weniger geschützten Boden für nicht ausschlaggebend. Ebenso wenig Bödenmüdigkeit oder ähnliches. Ich denke, dass da die Aussage von Moonfall stimmt: Er wächst echt langsamer.
Und dein Problem mit dem SRT klingt für mich auch eher nach zu wenig Luftbewegung als nach zu viel Wind

Deswegen denke ich eher nicht, dass etwas Buschiges etwa 1,5 entfernt dein Problem lösen würde, höchstens kaschieren

Ist das deine Idee?
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Cornelssen - 30.01.16
Nee, das ist nicht meine Idee. Die Teplitz ist übrigens lt. Beschreibungen nicht gerade resistent gegen SRT. Meine Idee ist, der LR halt noch ´n bißchen Zeit zu gönnen: wenn ich daran denke, wie schwer sich die Händel bei mir getan hat, manche brauchen eben, bis sie in die Puschen kommen - und wenn nicht, dann kommt die dunkelrote Unbekannte eben da hin - es sei denn, sie berappelt sich am Zaun: die Tiefroten mögen ja eigentlich nicht so die Knallsonne, deshalb dachte ich, der neue Platz könnte ihr behagen und mir das Gestrüpp des Nachbarn aus dem Zaun halten

. Es sind also zwei Kandidaten, die noch Zeit brauchen könnten.
Aber da, wo die LR steht, ist zwischen GdF und LR ein Durchgang - und der sieht wüst aus, der Rand bei der LR mag auch nicht so recht was werden: die Walderdbeeren kommen nicht, der Buchs mickert, nur das Weidegras, - das kommt suuuuperrrrrrr! (Keine Ahnung, wie oft ich das Mistzeug schon abgegraben habe...) Ich bin "schon" am Überlegen, ob das ein Platz für Liebstöckel sein könnte: irgendwas Robustes möchte ich da nochmal versuchen. Der ehemalige Kompostplatz ist noch nicht wirklich durchgeplant: der muss erst mal frei werden (seit nicht ganz 10 Jahren

) und dann muss ich sehen, was da gehen könnte, bzw. wie sich der Platz mit der LR entwickelt, wenn dieser Haufen weg ist.
Einen freistehenden Strauch kann ich mir da durchaus vorstellen, bin mir aber noch nicht sicher: erst muss das mal was werden. Ich hab ja noch eine Menge anderer Baustellen und meine Kräfte schwinden leider - außerdem kommt mir dauernd was Ungeplantes dazwischen - letztes Jahr z.B. der Rasentraktor, für den ein Unterstand gebaut werden musste, für den ich das Holz vom Heuboden zwar verwenden konnte, aber auch mühsam erst mal da oben runterholen musste, usw. Dieses Jahr könnte es durchaus sein, dass der Blechschuppen (US-Fabrikat...) im Hof undicht wird, weil das Dach nach 10 Jahren durchgerostet ist: dann muss da ein neues Dach drauf - und auf meine Herren Söhne kann ich bei sowas immer erst in der Endphase zählen, wenn nur noch "Unheil zu verhindern" ist. Bis dahin muss ich erst mal alleine werkeln und drohendes Unheil erkennbar sein lassen ...
Inse
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) -
Moonfall - 30.01.16
(30.01.16, 19:27)Landfrau schrieb: (30.01.16, 12:20)Moonfall schrieb: Wenn du aber öfterblühende Kletterer in dunkleren Farben suchst, kann ich aus eigener Erfahrung nur die Gruß an Teplitz empfehlen, die blüht den ganzen Sommer.
Haha, Moonfall.
Das Dumme ist nur, dass Gruß an Teplitz hier im Nordosten von D - und da packe ich jetzt mal Inse etwas großzügig mit dazu - nicht klettert
Sie, also die Rose, mag unsere Winter nicht und bleibt daher öh übersichtlich
Bei dir steht keine Klimazone im Profil, aber bei Inse steht 7b, das haben wir auch. Daher müsste die Gruß an Teplitz dort auch wachsen. Aber sie scheint ohnehin zu wissen, was sie will. Dann brauchts keine Rosentipps mehr.
Inse, die Sträucher rechts sind Buchsbaum? Kommen die dem LR zu nahe, oder sieht das nur am Foto so aus? Die würde ich sonst mal tüchtig in Form schneiden. Buchs bildet auch einen ziemlichen Wurzelfilz, aber mit etwas Abstand sollte das kein Problem sein. Und wenn erst die Wurzeln vom Leo in die Tiefe gewachsen sind, auch nicht mehr.
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Cornelssen - 30.01.16
Moonfall: nee, ich weiß noch nicht, was ich will. Ich bin in der Suchphase. Und ich weiß inzwischen, dass ich rechtzeitig mit Überlegungen anfangen muss: bis dann eine Pflanze da ist, für die ich mich entschieden habe, dauert es u.U. auch schon mal länger als eine Saison: Steht ja nicht alles auf Abruf im Container beim nächsten Gartencenter...
Und ja: die Sträucher sind Buchs, der lange gebraucht hat, bis er sich eingewurzelt hat. Das Schneiden ist dieses Jahr zwingend, weil er sonst zu hoch wird. Zu nah an den Rosen steht der Buchs, denke ich, nicht. Das Foto täuscht da. Da hau ich inzwischen auch immer mal in Richtung LR den Spaten durch die Wurzeln, damit ihr da nichts zu nah kommt. Die GdF verträgt sich bislang ohne Abstechen mit ihm.
Beim Buchs habe ich die Erfahrung gemacht, dass er für Krankheiten anfällig wird, wenn er (im Frühjahr vor allem) zu trocken steht und/oder zu unsanft beschnitten wird. Deshalb bekommen meine Buchse grundsätzlich keinen Formschnitt - schon gar nicht mit der Heckenschere. Die sollen Strukturen unterstreichen und in erster Linie ein milderes Mikroklima produzieren - und gut ist. Der scharf von Westen einfallende Wind ist hier de facto ein Thema.
Inse
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) -
Moonfall - 30.01.16
Aha!

Ich hatte das so verstanden, dass die unbekannte rote Rose hinkommt, falls sich der Leopold nicht entsprechend entwickelt.
(30.01.16, 19:55)Cornelssen schrieb: Meine Idee ist, der LR halt noch ´n bißchen Zeit zu gönnen: wenn ich daran denke, wie schwer sich die Händel bei mir getan hat, manche brauchen eben, bis sie in die Puschen kommen - und wenn nicht, dann kommt die dunkelrote Unbekannte eben da hin
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Cornelssen - 30.01.16
Ja, stimmt schon: 2015 hat die LR zwar einmal schön geblüht, aber was anschließend geschah, war grauslich - und hatte sich 2014 schon mal abgespielt. Wenn sich das auf Dauer nicht bessert, werde ich mich von ihr verabschieden. Dann muss etwas an den verwaisten Platz.
Da die rote Unbekannte sich nicht gerade toll am neuen Standort entwickelt hat, könnte es sein, dass ich sie nochmal umsetzen muss: sie hatte mal - als Beetrose gekauft - in der vollen Sonne gestanden und musste da sowieso weg als sie sich lang machte, schien den Platz auch nicht so wirklich zu mögen. Nun steht sie seit 2014 am Zaun, hat Halbschatten und hat sich da auch nicht gerade toll entwickelt - aber das könnte ja noch kommen. Kommt es nicht, muss ich einen neuen Platz suchen - und wenn da einer frei wird: dann wird eben wieder bis zum Grundwasser (in max. 80cm Tiefe) Boden ausgetauscht. Wenn sich die LR berappelt, muss mir ein anderer Platz einfallen, notfalls einer, an dem sie nicht klettern kann...
Da Ihr aber auch darauf hingewiesen habt, dass die LR ein bißchen langsamer kommt als andere, habe ich beschlossen, ein bißchen mehr Geduld mit ihr aufzubringen. Aber ehrlich: ich mag da, wo sie steht, derzeit gar nicht vorbeigehen, so schlecht schaut das aus. Manchmal tu ichs, u.a. weil nebendran die Ghislaine mal wieder eine Peitsche runterhängen lässt und meine Mütze/Kopftuch klaut, wenn ich da vorbeigehe: da muss ich dann erst mal die Schere holen oder was hochbinden ehe ich unbehelligt vorbei komme...
Inse,
geht jetzt Kartoffelbrötchenteig fürs Frühstück morgen vorbereiten...Tschüs.
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Landfrau - 31.01.16
(30.01.16, 20:11)Moonfall schrieb: Bei dir steht keine Klimazone im Profil, aber bei Inse steht 7b, das haben wir auch.
Ja stimmt, die Klimazone fehlt bei mir bisher. Eigentlich ist mir diese Einteilung auch zu grob, weil das Kleinklima doch eine eine riesige Rolle spielt und auch viele andere Faktoren. Aber als grobe Orientierung und vor allem für eine einfachere Kommunikation wäre es wohl nützlich

Also angeblich sind wir 7a, gefühlt wegen einer sehr freien Lage - ich mag doch keine Immergrünen Zypressen

- besser 6b. Ich trage es dann so nach.
Aber hast du nicht mal gesagt, bei dir sei Weinbauklima? Das kann dann nicht mit Inses Klima identisch sein. Glaube ich im Leben nicht. Lasse mich aber gerne von Euch eines Besseren belehren
Inse ,dann hat sich deine Frage also erst mal erledigt. Auch gut. Ob es allerdings eine zwingende Idee ist, die unbekannte Rote, die dich bisher auch nicht überzeugt hat, eventuell an den Platz der LR zu setzen , na ja

Ich würde dann an deiner Stelle doch auf etwas "zuverlässigeres" setzen, aber ist natürlich deine Entscheidung und aktuell ja auch noch nicht akut.
Der von Westen rein pfeifende Wind ist ganz bestimmt für deinen Garten ein Thema, glaube ich gerne, aber für die Rosen? Ihre Feinde sind normalerweise die kalten Winde aus Osten im Winter

Besonders in Kombination mit Sonne und Kahlfrost.
Mich wundert allerdings, dass bei dir überhaupt Rosen gedeihen, wenn das Grundwasser schon in 80 cm lauert. Das ist normalerweise tödlich für die Röschen. Offenbar ist bei dir so einiges anders

Hast du eigentlich schon eine der Bugnet Schwestern? Ich könnte mir vorstellen, ihr würdet euch gut vertragen. Sehr wüchsig und echt gesund ist z.B
Therese Bugnet, auf dem Foto in Herbstfärbung, also auch da ein Hingucker und bestimmt nicht kahl
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) -
Moonfall - 31.01.16
Landfrau, was war denn in den letzten 10 Jahren oder so die unterste Temperatur in deinem Garten? Danach richtet sich die Klimazone, mußt ja nicht die der Gegend verwenden, wenn du die kälteste Winternacht kennst.
Die Klimazone richtet sich nur nach der Minimaltemperatur, natürlich kann es noch andere Unterschiede zwischen den Landstrichen geben, z.B. die Niederschläge, trockene oder feuchte Sommer, die Höchsttemperatur etc. Und so ergibt sich eben, dass hier der Wein besonders gut wächst, unser Ort war mal die 4. größte Weinbaugemeinde Österreichs.
Wenn es darum geht, ob die Rosen den Winter ertragen - davon hattest du geschrieben - dann ist die Klimazone schon eine wichtige Info.
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Landfrau - 31.01.16
Das waren minus 25 Grad

, Moonfall. Noch Fragen

Nach meinem Wissen wird der Nordosten von D in den Klimakarten als 7a geführt. Aber ich schau noch mal nach.
Es ist absolut richtig, dass die Klimazone für die Rosen eine wichtige Rolle spielt. Aber das Kleinklima eben auch. An einer geschützten Stelle geht hier auch schon mal eine etwas empfindlichere Rose, aber an exponierten Standorten ist die Frosthärte eben ganz wichtig. Deswegen gibt es hier doch auch kaum öfterblühende Kletterrosen

Nach meiner Erfahrung sind Rosen , die bei HMF ab 7 geführt werden, hier nicht winterhart genug. Da muss mindestens die 6 stehen, besser noch 5 oder weniger. Meine junge Zéphirine Drouhin z.B. ist schwarz bis zum Boden, angeblich 5b. Weiß sie wohl nicht
RE: Name der Rose (und Ramblerausschweifungen) - Cornelssen - 31.01.16
(31.01.16, 18:53)Landfrau schrieb: Inse ,dann hat sich deine Frage also erst mal erledigt. Auch gut. Ob es allerdings eine zwingende Idee ist, die unbekannte Rote, die dich bisher auch nicht überzeugt hat, eventuell an den Platz der LR zu setzen , na ja
Ich würde dann an deiner Stelle doch auf etwas "zuverlässigeres" setzen, aber ist natürlich deine Entscheidung und aktuell ja auch noch nicht akut.
Akut ist die Frage nicht, aber da es das letzte Mal fast zwei Jahre gedauert hat, bis ich Ersatz hatte, beuge ich lieber vor
(31.01.16, 18:53)Landfrau schrieb: Der von Westen rein pfeifende Wind ist ganz bestimmt für deinen Garten ein Thema, glaube ich gerne, aber für die Rosen? Ihre Feinde sind normalerweise die kalten Winde aus Osten im Winter
Besonders in Kombination mit Sonne und Kahlfrost. 
Die Ostwinde haben da, wo die fraglichen Rosen stehen, keine großen Chancen, weil die Rosen abgeschirmt sind durch hohe Bebauung und einen hohen Zaun des Nachbarn sowie windbrechende noch höhere Büsche des Laurocerasus auf meiner Seite des Zauns

Ostwind ist auch eher selten bei uns, wenn schon, dann Nord-Ost-Wind und dem steht dann auch noch die Remise im Weg

. Von Westen dagegen kann der Wind über einen größeren Parkplatz fegen und trifft dann (mit Anlauf) auf das, was vor der Laurocerasus-Barriere am Ostzaun des Gartens steht. Und Westwind ist - auch bei starken Stürmen - am häufigsten.
(31.01.16, 18:53)Landfrau schrieb: Mich wundert allerdings, dass bei dir überhaupt Rosen gedeihen, wenn das Grundwasser schon in 80 cm lauert. Das ist normalerweise tödlich für die Röschen. Offenbar ist bei dir so einiges anders 
Da hab ich was dazugelernt, das wusste ich nicht. Aber wir leben auf einer Bodenplatte, die nicht dicker ist: deshalb keine Keller, deshalb verstärkte Übertragung von Erschütterungen - und Krach

. In heißen Sommern stand das Wasser schon mal etwas tiefer in den letzten Jahren, aber normalerweise vertrocknet uns nicht so leicht was, das seine Wurzeln bis in die Nähe der obersten wasserführenden Schicht treiben kann. Bei der Ghislaine hatte ich z.B. den Eindruck, dass sie regelrecht explodiert ist, als die Wurzeln diese Tiefe erreicht hatten. Beim Laurocerasus war es genauso, ebenso bei den Damaszener Pflaumen.
(31.01.16, 18:53)Landfrau schrieb: Hast du eigentlich schon eine der Bugnet Schwestern? Ich könnte mir vorstellen, ihr würdet euch gut vertragen. Sehr wüchsig und echt gesund ist z.B Therese Bugnet, auf dem Foto in Herbstfärbung, also auch da ein Hingucker und bestimmt nicht kahl
Die rosa Thérèse wirkt beeindruckend. Sollte ich mir merken.

Danke.
Und was die Klimazone anlangt: die hatte ich mal rausgesucht und eingetragen, bevor wir die letzten sehr harten Winter hatten. Bei uns waren es da auch unter -20°C, ob -23° oder -25° weiß ich aber nicht mehr. Müsste direkt mal suchen gehen, ob wir jetzt anders eingestuft werden...
Übrigens habe ich heute gesehen, dass der Rosenzweig von der Claire Renaissance anfängt zu welken. Der wird wohl keine Wurzeln mehr bilden...
Inse
Nachtrag: bin mal auf die Suche nach der Klimazone gegangen und habe Erstaunliches fetsgestellt: ist alles nicht mehr so einfach wie früher, weil im Umbruch. Hier eine url zu einer Seite aus der Serie Forschungsstudien Klimawandel, die ganz solide wirkt:
http://www.gruen-ist-leben.de/fileadmin/content/pdf/Hintergrund/Klimawandel_Sonderheft_8_08_Nachdruck.pdf