Was ist mit der Rose los? - Pünktchen - 18.11.15
Gerade noch in der Dämmerung entdeckt, die Rose lag halb auf dem Beet.
Es sieht fast so aus, als habe jemand versucht, sie auszugraben. War völlig locker im Erdreich und hielt sich nur noch mit einer einzelnen Wurzel fest.
Sie steht dort seit ca. 15 Jahren, sah im Sommer noch prima aus.
Gibt es eine Krankheit oder Tiere, die so etwas verursachen können?
Habe ihr die Füße wieder warm eingepackt; sollte ich sie wässern? Die Erde ist feucht, es hat ausgiebig geregnet.
RE: Was ist mit der Rose los? -
Moonfall - 18.11.15
Hat sie noch Wurzeln dran?
Sonst würde ich auf Wühlmäuse tippen, da hörte ich schon ähnliche Fälle, habe zum Glück selbst keine. *auf Holz klopf*
RE: Was ist mit der Rose los? - Raphaela - 18.11.15
Ziemlich sicher Wühlmäuse :-/
Du solltest sie auf jeden Fall stark zurückschneiden (Wurzel- und Triebmenge müssen im Gleichgewicht sein).
Dann mußt du abschätzen, wie groß die Gefahr ist, daß die Wühlmäuse sich dort über Winter (wenn du´s nicht kontrollieren kannst) dort weiter tummeln...
Ist die Gefahr groß (das merkst du u. a. dadurch, daß sie nach ein paar Tagen dort wieder rumwühlen/rumgewühlt haben), pflanzt du die Rose besser in einen Topf (der regen-, wind- und sonnengeschützt aufgestellt wird).
Ist die Gefahr nicht so groß (keine weiteren Wühlaktivitäten während der nächsten 8 bis 10 Tage) kannst du versuchen, sie durch Zugabe stinkender Dinge im Pflanzloch (Fischköpfe, Hunde-/Katzensch..., Mottenkugeln), Knoblauch, Zwiebeln, Korken, Bananenschalen oder allem zusammen von der Rose fern zu halten.
Vorher solltest du den Bereich drum herum einmal gründlich unter Wasser setzen, um verbliebene Gänge zuzuspülen und die Wühlmäuse auch durch die Nässe zu vertreiben (die mögen und vertragen sie nicht).
Zum Glück hast du den Schaden JETZT entdeckt und nicht während einer Dauerfrostperiode (wo man dann völlig hilflos ist bezüglich Rettungsversuchen). - Gedrückte Daumen, daß sie´s schafft, sich zu berappeln!
RE: Was ist mit der Rose los? - Cornelssen - 18.11.15
Zusätzlich: einen dünnen Stock in den Boden schieben (schön fest und etwas tiefer, mindestens 30cm, eine leere Plastikflasche draufstecken. Sollte 60cm - 1m hoch bei der Rose frei im Wind stehen. Das hilft auch gegen Wühlmäuse - bei mir jedenfalls.
Noch was: es müssen nicht zwangsläufig Wühlmäuse gewesen sein. Ich hatte das im Frühjahr mit meiner Alexandrine, habe sie wieder gut eingebuddelt, dass sie fest stand und angegossen, nachgedüngt mit verdünnter Beinwelljauche. Über den Sommer hat sie sich wieder fest eingewurzelt und alles ist o.k. Mein Verdacht: da hat sich jemand ausgiebig bemüht, Würmer und Käfer auszubuddeln. Die Rose hat gar nicht interessiert, nur gestört...
Inse
RE: Was ist mit der Rose los? - Pünktchen - 19.11.15
Tatsächlich Wühlmäuse?
Ich dachte eigentlich, wenigstens im Vorgarten hätte ich gar keine. Es ist aber möglich, dass sie sich auf dem angrenzenden Grundstück tummeln, das seit Jahren unbewohnt ist. Dort wuchert es meterhoch, Spuren sind in dem Gestrüpp also nicht zu erkennen.
Gut, vielmehr nicht gut. Dann will ich mal zusehen, ob ich sie von meinem Garten abhalten kann. Ansonsten umpflanzen und an der Stelle nur noch einjährige Blumen aussäen. Danke.
RE: Was ist mit der Rose los? - Pünktchen - 19.11.15
(18.11.15, 21:03)Cornelssen schrieb: Noch was: es müssen nicht zwangsläufig Wühlmäuse gewesen sein.
Ich kann es wirklich nicht mit Sicherheit sagen. Im Winter 2012 hat sich ganz in der Nähe eine sehr robuste Rose verabschiedet ohne irgendwelche Anzeichen vorher.
Habe es damals Frostschaden vermutet.
RE: Was ist mit der Rose los? - Cornelssen - 20.11.15
(19.11.15, 12:44)Pünktchen schrieb: (18.11.15, 21:03)Cornelssen schrieb: Noch was: es müssen nicht zwangsläufig Wühlmäuse gewesen sein.
Ich kann es wirklich nicht mit Sicherheit sagen. Im Winter 2012 hat sich ganz in der Nähe eine sehr robuste Rose verabschiedet ohne irgendwelche Anzeichen vorher.
Habe es damals Frostschaden vermutet.
Wenn Du Wühlmäuse hast, gibt es Gänge. Die erkennt man. Zuweilen kann man sogar zusehen, wie die Wühlmäuse unmittelbar unter der Oberfläche aktiv sind. Mein verstorbener Kater Kalle hat das immer schön beobachtet und dann zugeschlagen. Weil ich ihn beobachtete, habe ich das dann auch gesehen. Es können natürlich auch - wie stellenweise bei Lilli - stinknormale Mäuse sein. Aber auch da gibt es dann Gänge - und Ausgänge: das sieht man.
Schau nochmal nach.
Inse
RE: Was ist mit der Rose los? - Pünktchen - 20.11.15
(20.11.15, 00:50)Cornelssen schrieb: Aber auch da gibt es dann Gänge - und Ausgänge: das sieht man.
Klar kann man im Garten hinter dem Haus die Ausgänge erkennen, sowohl auf der Wiese als auch in den Beeten.
Das Nachbargrundstück neben dem Vorgarten ist aber wie gesagt stark zugewuchert, es ist stellenweise kein Durchkommen mehr. Seit ca. 10 Jahren wurde nichts mehr geschnitten oder gemäht. Dornröschengarten.

Unmöglich zu sehen, welche Tiere da heimisch sind. Im restlichen Vorgarten auf meiner Seite sind keine Spuren von Wühlmäusen. Bis auf die Rose, sie steht direkt an der Grenze.
RE: Was ist mit der Rose los? - Raphaela - 20.11.15
Manchmal sind die Gänge sehr lang und haben Endstücke genau unterhalb der Wurzel einer besonders interessanten Pflanze: Hatte hier mal eine stark mickernde Rose, die noch fest im Boden steckte und wo in der direkten Umgebung keine Gänge zu bemerken waren. Als ich sie dann zum Topfen ausgrub, stellte ich fest, daß die Wurzeln schon fast weg waren: Abgefressen von einem fast senkrechten Gang aus, der aus über einem Meter Tiefe direkt darauf zu führte.
RE: Was ist mit der Rose los? - Pünktchen - 20.11.15
So kann ich es mir auch nur vorstellen, dass sie auf dem unterirdischen Weg rüberkommen bis unter die Rose und sich ansonsten gar nicht blicken lassen hier.