Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Menino - 14.02.21
Hallihallo, ich bin neu hier und heiße Sandra.
Karin und Salvia haben mich schon ganz lieb empfangen und mir geraten, mein Anliegen hier einzustellen. @Karin: hier jetzt mit Bildern :-)
Der Tipp mit dem Verkleinerer-Programm hat super geklappt.
Karin hat mir schon super Tipps gegeben, aber ich kann das nicht wirklich umsetzen und weiß dennoch nicht, wo genau ich schneiden soll und wieviel.
Ich erhoffe mir, dass mir jemand kann, wo genau und wieviel ich schneiden soll. Ich habe es bislang immer recht planlos gemacht, aber jetzt wächst mir das über den Kopf und die Rosen bestehen zu 2/3 nur noch aus Stamm. Da ich nicht weiß, welche Rosen es genau sind, habe ich Euch ein paar Fotos in Blüte dazu, in der Hoffnung, dass Euch das weiterhilft.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr mir sagen könnt wo am besten ich die -wahrscheinlich brauche ich eine Astschere, oder?- ansetzen soll.
Allen einen schönen Sonntag und viele Grüße
Sandra
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Melly - 14.02.21
Hallo Sandra!
Willkommen hier im Forum!
Ich weiß nicht, ob ich Dir da eine große Hilfe sein kann bei Deiner Schneiderei, ich mache das mehr oder weniger nach Augenmaß.
Ich weiß jetzt nicht, wie mutig Du bist. Ich würde folgendermaßen vorgehen:
Zunächst schauen, ob Du irgendwo Totholz sichtest, das kann sofort weggeschnitten werden.
Mit der Astschere von außen knapp über einem nach außen weisenden Auge, ca. 20-30 cm vom Boden, den alten Trieb abschneiden. Ich bin nicht zimperlich, wenn ich die Schere ansetze. Wenn Dir das aber zu harsch erscheint, versuche doch erst einmal an einer Rose, diese zu kürzen. Von den noch neueren Trieben kannst Du auf jeden Fall Stecklinge machen, zur Sicherheit.
Man sieht auf den Bildern, dass die Rosen durchaus willig sind auszutreiben, nur halt an der falschen Stelle.
Du wirst sicher vom einen oder anderen Profi hier noch bessere Tipps bekommen!
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden - Landfrau - 14.02.21
Hallo Sandra, willkommen im Forum!
Deine Rosen sind leider total vergreist. Wenn es meine wären, würde ich sie wenige Zentimeter über dem Boden kappen.

Und zwar demnächst, nicht erst zu der üblichen Rosenschnittzeit . Und auch noch ein wenig Erde rund um die Rose auffüllen. Allerdings besteht das Risiko, dass einige nicht wieder vital austreiben. An weniger harten Maßnahmen wirst du kaum viel Freude haben
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden - Cornelssen - 14.02.21
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RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Katze - 14.02.21
Hallo Sandra!
Ich kann @Landfrau nur Recht geben. Ich würde es genau so machen, wie sie es beschreibt - eine Handbreit über dem Boden abschneiden über einem Auge, welches nach außen weist. Wenn kein Auge sichtbar ist, einfach auf ungf 20cm kappen und schauen, wo sie austreiben, gegebenfalls nachschneiden und keine Stummel lassen. Die Triebe sollen ungefähr gleich lang sein, wegen der Saftwaage.
Die Rosen sind, wie befürchtet, total vergreist, außerdem sehe ich etliche abgestorbene Triebe - das sind die braunen. Dann gut abputzen - alle alten Stummeln (sind Eintrittspforten für Schädlinge und Krankheiten) aus vorigen Schnitten und Totholz (braun/grau) entfernen. Mach das bitte bald - jetzt, sobald es wärmer wird. Es kann dann lange dauern, bis sie wieder austreiben. Wirst sehen, die Rosen werden dankbar. Ich glaube nicht, dass sie das nicht überstehen - mit 10 Jahren sind sie noch nicht so alt.
Nachher den Verschnitt wegkehren, den Boden gut auflockern, ein bisschen Kompost, oder Hornspäne, oder getrockneten Rinder-/Pferdedung einarbeiten und gut wässern. Dann heißt es warten, bis sie austreiben. Später - März/April gut düngen (am Besten organisch) und in dem Jahr aufs Gießen achten. Die Rosen werden Futter und Wasser brauchen, um sich wieder aufzubauen.
Ich habe vor 2 Jahren zwei furchtbar vergreiste 30-jährige Strauchrosen von der Nachbarin (Graham Thomas und Schneewittchen) diesem Programm unterzogen. Sie waren höher als ich und ein Wirrwarr aus Totholz, total undurchsichtig und krank. Sie sind erst in Mai ausgetrieben (wir haben schon gedacht, dass sie gestorben sind

). Jetzt, nach 2 Jahren, schauen sie wunderbar aus, mit vielen jungen Trieben aus der Basis und gut verzweigt. Wenn diese alte, vernachlässigte Rosen es geschafft haben, werden es deine wohl auch.
Keine Angst vor der Schere - einfach schneiden. In den drauffolgenden Jahren regelmäßig schneiden und nicht wieder vergreisen lassen, außer du willst hohe, staksige, 2triebige Rosen haben, die nur irgendwo oben spärlich blühen...
Klingt vielleicht brutal, ist aber auf lange Sicht besser für die Rosen und wenn sie blühen, hast du auch deine Freude

. Nur Mut zum Schneiden!
LG Karin
PS: Vielleciht berichtest du, wie sie sich weiterentwickeln?
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Moonfall - 14.02.21
Puh, ihr seid mutig!
War schon gut, dass ich nicht gleich geantwortet habe, denn ich bin ein Weichei!

Aber bei diesen Quirlen auf den Fotos war mir auch klar, dass man radikaler sein muß.
Ich hätte allerdings das Ende des Winters abgewartet und erst geschnitten, wenn die Knospen schwellen. Dann sieht man auch besser, wo man schneiden soll. Warum macht ihre es gleich?
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Gerardo - 15.02.21
Wahrscheinlich haben Landfrau und Katze mit Ihren radikalen Schnittempfehlungen recht. Mir geht es wie Moonfall, da ich leider immer noch zu viele Hemmungen habe, wenn eigentlich ein radikalerer Rückschnitt sinnvoll wäre. Ich würde auf jeden Fall noch bis mindestens Mitte März warten.
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden - Unkrautaufesserin - 15.02.21
Man kann durchaus jetzt gleich schneiden und dann noch etwas Frostschutz aufbringen.
Der Sinn des späteren Schneidens ist ja, Frostschäden an langen Trieben zu vermeiden. Aber wenn man keine langen Triebe hat, sondern lieber Neuaustrieb aus der Wurzel möchte...
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Rosen-Kurt - 15.02.21
Das würde ich auch sagen, einmal komplett schneiden, 20 cm üb er dem Boden. Lieber jetzt, also noch diesen Monat, als später. Und dann Bodenaufbereitung wie es schon jemand schrieb. Das mit dem Boden solltest Du wirklich ernst nehmen, das ist das Wichtigste, dann klappt der Neustart um so besser. Die meisten Rosen sind zäh wie Katzen, aber ohne Futter keine Power.
RE: Bitte Hilfe beim Zurückschneiden -
Moonfall - 15.02.21
Ob in Mitteleuropa noch eine Kältewelle kommt, kann heute keiner sagen. Wenn man jetzt stark schneidet, haben die Rosen a) die Wunden offen, b) regt der Schnitt den Austrieb an. Dann ist c) bei weiterem Frost kein "Reservematerial" da, das problemlos zurückfrieren kann. Dann gehts ans Eingemachte.