16.02.14, 18:34
Austin hat halt viel mit Kletterrosen gekreuzt, da bleibt überdurchschnittliches Höhenwachstum nicht aus.
Ich schneide (außer Wildrosen, die eh weg kommen), noch nichts, werde dann (je nach Wetterlage ab Mitte März) aber mal Fotos machen: Halte notgedrungen (die brauchen in den Beeten sonst zu viel Platz) ja auch einmalblühende Kletterrosen (wie z. B. diverse Multifloras, Russeliana, etc) als Sträucher. Das geht ganz gut, wenn man zweimal jährlich konsequent schneidet. - Wegen des stärkeren Wachstums brauchen die einmalblühenden Kletterrosen zweimal jährlich stärkeren Schnitt, wenn sie als Sträucher wachsen sollen.
Diese Anleitung hier kann auch für öfterblühende (Strauch-) Rosen (und in dem Fall ruhig noch ein bißchen "extremer") verwendet werden:
http://www.l-age-bleu.de/2012/03/fruhjah...enden.html
- Der Vorteil dabei bei einmalblühenden Strauchrosen ist, daß sie im betreffenden Jahr nur noch sehr wenig Sommerschnitt brauchen (was das Zurückfrieren junger Triebe im darauf folgenden Winter minimiert, da diese ja dann schon ausgereifter sind) und die Form gut halten (m. E. wesentlich besser als bei starkem Sommerschnitt).
Manche Rosen mögen keinen starken Schnitt, bei den Austins gehört Heritage dazu: Eine von meinen hat starken Frühjahrsschnitt mal mit zweijährigem, blütenlosen Schmollen quittiert.
Andere wiederum scheinen ihn zu brauchen, um schöne Büsche zu bilden, dazu gehören z.B. Schneewittchen (mit der Austin auch viel gekreuzt hat) und Winchester Cathedral.
Letztere schneide ich jedes Frühjahr recht radikal wie folgt: Altere Triebe ganz raus, drei, vier gesunde jüngere stehenlassen, aber um ca. ein Drittel bis zur Hälfte (äußere niedriger) auf Austriebsauge (!) zurückschneiden, alles nach innen Wachsende, Schwache raus, so daß nur die kräftigsten und wuchsformförderlichsten Seitentriebe bleiben, die dann auch noch auf ca. drei, vier Augen (auch wieder auf Augen-Ausrichtung achten!) stehenbleiben.
Schneewittchen genauso.
Das sieht immer erstmal sehr "mager" aus, wenn eine öfterblühende Strauchrose so aufs Grundgerüst reduziert wurde. Bei vielen Sorten zahlt es sich aber durch besonders buschigen, harmonischen Wuchs aus.
Gar nicht oft genug kann man empfehlen, wirklich IMMER (auch bei großen, einmalblühenden Rosen) beim Schneiden auf die Triebaugen-Ausrichtung zu achten: Tut man das nicht (ausreichend) kann man auch den besten Wuchs verhunzen (wie ich mal an einer Reihe Polyanthas sehen konnte, wo ich aus Zeitmangel einen Anfänger rangelassen hatte).
Triebe auseinanderziehen, um mehr Blüten zu bekommen, ist (z. B. in Form "fächerförmigen" Aufbindens von Kletterrosen an Wänden) eine gute Maßnahme, wenn genug Platz vorhanden ist. Dasselbe gilt für das Niederbiegen ("Pegging down") und Fixieren von Strauchrosentrieben. - Vergessen sollte man dabei aber nicht, daß es mittelfristig mehr Arbeit macht. Denn die fixierten Triebe vergreisen irgendwann auch und müssen ausgetauscht werden.
Sehr stark abraten kann ich davon, Triebe umeinander zu wickeln: Möglicherweise hat man dann tatsächlich in einer Saison mehr Blüten im äußeren Bereich. Was man aber MIT SICHERHEIT davon bekommt, sind stärker pilzinfizierte Pflanzen, denn es kommt nicht genug Luft in die Sträucher. Und mittelfristig zerstört man damit m. E. einen vernünftigen Strauchaufbau (wenn man nicht jedes Jahr die Pflanze wieder aufs Grundgerüst reduziert) oder macht sich mehr Arbeit beim Schneiden (wenn für die dann nötige jährliche Reduzierung wieder alles aufgedröselt werden muß). - Wer sowas macht, sollte es also bitte als KURZZEITIGE Maßnahme begreifen.
Bei der oben verlinkten Methode dagegen bekommen die Pflanzen einen vernünftigen, nachhaltigen Grundaufbau, auf dem in den Folgejahren aufgebaut werden kann (was Arbeit vermindert) und der jederzeit ermöglicht, gut an das Strauchinnere und z. B. an überalterte Triebe heranzukommen, um sie komplett zu entfernen.
Ich schneide (außer Wildrosen, die eh weg kommen), noch nichts, werde dann (je nach Wetterlage ab Mitte März) aber mal Fotos machen: Halte notgedrungen (die brauchen in den Beeten sonst zu viel Platz) ja auch einmalblühende Kletterrosen (wie z. B. diverse Multifloras, Russeliana, etc) als Sträucher. Das geht ganz gut, wenn man zweimal jährlich konsequent schneidet. - Wegen des stärkeren Wachstums brauchen die einmalblühenden Kletterrosen zweimal jährlich stärkeren Schnitt, wenn sie als Sträucher wachsen sollen.
Diese Anleitung hier kann auch für öfterblühende (Strauch-) Rosen (und in dem Fall ruhig noch ein bißchen "extremer") verwendet werden:
http://www.l-age-bleu.de/2012/03/fruhjah...enden.html
- Der Vorteil dabei bei einmalblühenden Strauchrosen ist, daß sie im betreffenden Jahr nur noch sehr wenig Sommerschnitt brauchen (was das Zurückfrieren junger Triebe im darauf folgenden Winter minimiert, da diese ja dann schon ausgereifter sind) und die Form gut halten (m. E. wesentlich besser als bei starkem Sommerschnitt).
Manche Rosen mögen keinen starken Schnitt, bei den Austins gehört Heritage dazu: Eine von meinen hat starken Frühjahrsschnitt mal mit zweijährigem, blütenlosen Schmollen quittiert.
Andere wiederum scheinen ihn zu brauchen, um schöne Büsche zu bilden, dazu gehören z.B. Schneewittchen (mit der Austin auch viel gekreuzt hat) und Winchester Cathedral.
Letztere schneide ich jedes Frühjahr recht radikal wie folgt: Altere Triebe ganz raus, drei, vier gesunde jüngere stehenlassen, aber um ca. ein Drittel bis zur Hälfte (äußere niedriger) auf Austriebsauge (!) zurückschneiden, alles nach innen Wachsende, Schwache raus, so daß nur die kräftigsten und wuchsformförderlichsten Seitentriebe bleiben, die dann auch noch auf ca. drei, vier Augen (auch wieder auf Augen-Ausrichtung achten!) stehenbleiben.
Schneewittchen genauso.
Das sieht immer erstmal sehr "mager" aus, wenn eine öfterblühende Strauchrose so aufs Grundgerüst reduziert wurde. Bei vielen Sorten zahlt es sich aber durch besonders buschigen, harmonischen Wuchs aus.
Gar nicht oft genug kann man empfehlen, wirklich IMMER (auch bei großen, einmalblühenden Rosen) beim Schneiden auf die Triebaugen-Ausrichtung zu achten: Tut man das nicht (ausreichend) kann man auch den besten Wuchs verhunzen (wie ich mal an einer Reihe Polyanthas sehen konnte, wo ich aus Zeitmangel einen Anfänger rangelassen hatte).
Triebe auseinanderziehen, um mehr Blüten zu bekommen, ist (z. B. in Form "fächerförmigen" Aufbindens von Kletterrosen an Wänden) eine gute Maßnahme, wenn genug Platz vorhanden ist. Dasselbe gilt für das Niederbiegen ("Pegging down") und Fixieren von Strauchrosentrieben. - Vergessen sollte man dabei aber nicht, daß es mittelfristig mehr Arbeit macht. Denn die fixierten Triebe vergreisen irgendwann auch und müssen ausgetauscht werden.
Sehr stark abraten kann ich davon, Triebe umeinander zu wickeln: Möglicherweise hat man dann tatsächlich in einer Saison mehr Blüten im äußeren Bereich. Was man aber MIT SICHERHEIT davon bekommt, sind stärker pilzinfizierte Pflanzen, denn es kommt nicht genug Luft in die Sträucher. Und mittelfristig zerstört man damit m. E. einen vernünftigen Strauchaufbau (wenn man nicht jedes Jahr die Pflanze wieder aufs Grundgerüst reduziert) oder macht sich mehr Arbeit beim Schneiden (wenn für die dann nötige jährliche Reduzierung wieder alles aufgedröselt werden muß). - Wer sowas macht, sollte es also bitte als KURZZEITIGE Maßnahme begreifen.
Bei der oben verlinkten Methode dagegen bekommen die Pflanzen einen vernünftigen, nachhaltigen Grundaufbau, auf dem in den Folgejahren aufgebaut werden kann (was Arbeit vermindert) und der jederzeit ermöglicht, gut an das Strauchinnere und z. B. an überalterte Triebe heranzukommen, um sie komplett zu entfernen.