12.12.17, 20:38
Zitat:Du, es tut mir leid, aber ich verstehe die Grafik auf Seite 15 nicht.
Ich finde da keinen Schlüssel, was was ist. Würdest Du mir bitte helfen?
Ja sicher . Aber ich kann schwer erraten, was genau dir unklar ist.

Bei deinen Bemerkung zum Greening habe ich immer den Eindruck, dass du nur an einen blühenden Randstreifen denkst. Ist das falsch?
Und das ist eben nicht Greening , sondern nur ein ganz ganz kleiner Teil. Noch kleiner...
Zitat:Was allerdings stimmt: Bei Glyphosat wird weniger tief gepflügt.Aber das nennt sich dann nicht pflügen , und wird auch nicht mit einem Pflug gemacht. Daher ist die Bezeichnung pfluglose Bewirtschaftung schon eindeutig.
Das ist doch viele Landwirte das Hauptargument für den Einsatz von Glyphosat. !
Zum einen die überwiegend positive Wirkung auf den Boden, zum anderen aber ein Kosten- und Zeitargument.
Schau dir mal die Arbeitsbreiten eines Pfluges und zum Vergleich die eines Grubbers/einer Egge an. Der Pflug ist meistens halb so breit, weil ein enormer Kraftaufwand notwendig ist. Oder du brauchst einen richtig starken Traktor .
Aber auch ohne Herbizide ist eine pfluglose Bewirtschaftung möglich. Das verschweigen aus meiner Sicht die Glyphobefürworter sehr gerne.
Aber das hier verstehe ich nicht:
Zitat:Pfluglosen Anbau gibt es - so viel ich weiß - heute bei einigen, immer noch sehr wenigen Biobetrieben, die bewusst auf Mischkulturen setzen. Ein Pflanzenelement wird angebaut, um für das zweite den Boden aufzuschließen und zu lockern.
Zumindest die Reste der letzten Ernte müssen doch weg! Also ohne eine oberflächliche Bodenbearbeitung durch Grubber/Egge geht es nicht. Daran ändert auch eine Mischkultur nichts.
Im Getreidefeld kann man mit einer Untersaat arbeiten, Klee etc. Das wird ja auch gemacht, von Biolandwirten und siehe oben zum Greening auch zunehmend von konventionellen Landwirten. Aber auch dann muss irgendwann „umgebrochen“ werden, sonst bekommst du die Hauptfrucht nicht vernünftig in den Boden.
Das wissen wir aus dem Garten doch auch

Zitat:Und was ICH möchte, ist, dass sie vielleicht mal überlegen, welche Ackerunkräuter sie unbedingt vernichten müssen, also, keine Totalherbizide einsetzen.
Dann möchtest du lieber selektiv vorgehen? Das hieße im Zweifel noch mehr Giftduschen oder die Anwendung von Mitteln, die weitaus schlimmer sind als Glyphosat. Also in diese Richtung wird nach meiner Meinung die Entwicklung nicht gehen. Sie wird Richtung Technik gehen. Das sehen wir bereits im Weinanbau. Agroroboter.
Und ich denke, dass diese Entwicklung vielleicht schneller verlaufen würde, wenn sich nicht die Diskusssion so ein bisschen auf Glyphosat eingeschossen hätte.