07.11.14, 17:13
Seit 2004 gibt es am Bächlein in meinem Wohnort wieder Biber.
(s. zitierten Beitrag unten aus dem Archiv)
Leider habe ich die ortsansäßigen Biber bis heute noch nicht zu Gesicht bekommen.
Da dies wohl auch nicht so schnell der Fall sein wird, weil man sie dort nur unnötig stört, wenn man sich auf die Lauer legt, zeige ich euch die Biber aus der Stuttgarter Wilhelma.
Zwar ganz possierliche, aber doch übrerraschend große und mit anständigen Krallen ausgestattete Tiere.
![[Bild: Biber_schwimmt_voraus.jpg]](http://s27.postimg.org/dyh8u9kib/Biber_schwimmt_voraus.jpg)
![[Bild: Biber.jpg]](http://s21.postimg.org/t7gb67juf/Biber.jpg)
![[Bild: Biberpfoten.jpg]](http://s21.postimg.org/81mibm913/Biberpfoten.jpg)
![[Bild: Biber_frisst_2.jpg]](http://s21.postimg.org/lievgqtyv/Biber_frisst_2.jpg)
![[Bild: Biber_frisst.jpg]](http://s21.postimg.org/5zhfjmlo7/Biber_frisst.jpg)
![[Bild: Biber_ganz.jpg]](http://s21.postimg.org/ao72po6k7/Biber_ganz.jpg)
![[Bild: Biber_mit_Ast.jpg]](http://s29.postimg.org/bbakywzt3/Biber_mit_Ast.jpg)
![[Bild: Biber_schwimmt.jpg]](http://s21.postimg.org/6lazth647/Biber_schwimmt.jpg)
Das Muster des Schwanzes finde ich sehr fazinierend
![[Bild: Biberschwanz.jpg]](http://s27.postimg.org/avgiqw5jn/Biberschwanz.jpg)
Nachwuchs gibt es in Stuttgart derzeit auch.
![[Bild: Bibernachwuchs.jpg]](http://s21.postimg.org/xcr7s4hmf/Bibernachwuchs.jpg)
![[Bild: Biber_Junges.jpg]](http://s21.postimg.org/nqt1y312v/Biber_Junges.jpg)
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"Der Biber kehrt zurück" Beitrag vom 30.08.2008 aus dem Archiv.
"auch in meine Gegend ist der Biber wieder zurückgekehrt.
Am vergangenen Sonntag hab ich das Angebot genutzt und an eine Führung einer BUND-Ortsgruppe teilgenommen. Es ist schon sehr interessant, die Biberinformationen direkt am Ort des Geschehens zu erfahren und gleichzeitig die Werke der Biber bewundern zu können.
„Fiber Castor“ der hier ansässige Biber
http://de.wikipedia.org/wiki/Biber
Um 1860 war der Biber in Deutschland ausgerottet.
1966 wurde er in Bayern wieder angesiedelt. Die ursprüngliche Heimat dieser wieder eingesiedelten Biber war an der Elbe (Ostdeutschland) und in der Tschechoslowakei.
Über den Donaufluss kamen sie dann auch wieder nach Baden-Württemberg.
Im Reichenbachtal, (bei Staig, ca 15km südlich Ulm) tauchte er 2004 erstmalig wieder auf.
Verschiedene Gegebenheiten haben dies allerdings erst möglich gemacht.
So führte eine Flurbereinigung dazu, dass die Gemeinde und das Land Baden-Württemberg Uferzonengebiete des kleinen Baches „Reichenbach“ aufkauften. Nur extensive Bewirtschaftung dieses Gebietes war und ist seitdem den Pächtern des Geländes erlaubt, um Flora und Fauna einen gewissen Schutzraum bieten zu können. Die ortsansässig BUND-Gruppe, Geländepächter, sowie auch private Anlieger engagierten sich für dieses Reichenbachtal, indem z.B. die Bewirtschaftung entsprechend ausgerichtet haben oder auch Heckenpflanzen und Büsche gepflanzt wurden.
![[Bild: 82sl-1y.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1y.jpg)
Dieser Umstand kam den Bibern zugute, und sie ließen sich auch am Reichbach nieder. Es hat sich nun seit 2004 eine (für Baden-Württemberg) vorbildliche Biberpopulation entwickelt. Schätzungsweise halten sich derzeit 3 Biberfamilien dort auf (ca. 8 Tiere).
Natürlich (?) gibt es hier Bibergegner, die eine dauerhafte Ansiedlung versuchten zu verhindern, indem sie immer wieder Biberdämme zerstörten. Da der Biber ja unter Naturschutz steht, droht daher bei Zerstörungen/ Beschädigungen in seinem Lebensraum nun eine Geldstrafe von 1500€.
Innerhalb, der 4 Jahren, in denen sich der Biber nun dort im Reichenbachtal aufhält, hat dies zu vielfältigen positiven Veränderungen geführt.
Der Biber renaturierte das ehemaligen beinahe schnurrgeraden Rinnsal Reichenbach zu einem schön geschwungenen langsam fließenden Gewässer. Tümpel entstanden. Das Ufer und das Randgelände verwandelte sich zu einem vielfältig genutzten Lebensraum für teilweise seltene und bedrohte Flora und Fauna. Inzwischen hat sich der Eisvogel und die Wasserralle eingefunden. Grau- und Silberreiher sind zu sehen.
![[Bild: 82sl-17.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-17.jpg)
Der Dammbau des Bibers mit Holz und Lehm bewirkt eine Klärung des Wassers, wodurch wiederum Libellen (z.B. Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) (Calopteryx virgo)), Molche, Frösche Käfer, Fische und vieles mehr wieder einen Lebensraum erhalten.
Die auffällig große Benutzung von Lehm beim Bau der Staudämme sei eine Eigenart der hiesigen Biber.
Die Dämme verlangsamen den Wasserfluss, verhindern damit die Erosion. Tragen aber auch zum natürlichen Hochwasserschutz in den nachfolgenden Gebieten des Reichenbaches bei. Da hier vor Ort dem Wasser des Baches der Raum zur Überflutung zur Verfügung gestellt wird.
![[Bild: 82sl-1d.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1d.jpg)
Teile des Randbezirkes werden durch die Anhebung des Wasserspiegels immer wieder überspült oder versumpfen sogar. Neue Gräser, Seggenarten und Schilf und andere feuchtigkeitsliebende Pflanzen kommen zum Vorschein.
![[Bild: 82sl-1c.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1c.jpg)
![[Bild: 82sl-1c.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1c.jpg)
Wird der Randbezirk nicht gepflegt, durch mehrmaliges Mähen oder Beweidung, kommt es zu Versumpfung, Verschilfung und schließlich zur Verholzung des Geländes.
![[Bild: 82sl-20.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-20.jpg)
Dem wird stellenweise entgegen gewirkt mit Hilfe der Beweidung der Flächen durch eine speziell dafür geeignete Kuhrasse, dem „Orginal Allgäuer Braunvieh“. Welche ein ortsansässiger Biolandwirt extra dort weiden lässt.
![[Bild: 82sl-n.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-n.jpg)
Die Pflege umfasst auch den Bau von sogenannten „Bypässen“ und Drainagen, die angelegt werden um das Überschwemmungswasser an anderer Stelle wieder in den eigentlichen Bachlauf zurückzuleiten. Dadurch wird, falls nötig das Überschwemmungsgebiet begrenzt.
![[Bild: 82sl-19.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-19.jpg)
Dem Biber scheint es hier zu gefallen. Er hat sich vermehrt und inzwischen die ganze Bachlänge als neue Heimat angenommen. Wohin die zukünftigen Bibergenerationen sich hinbegeben werden ist ungeklärt. Das sogenannte Blautal, Richtung Norden und zur Schwäbische Alb hin ist bisher noch biberfrei. Die Vermutungen gehen dahingehend, dass die dortigen Gewässer eventuell zu kalt sein könnten. Die Abwanderung in diese Richtung wird aber auch durch Straßen und Verkehr eingedämmt oder eventuell gar ganz verhindert .
Natürliche Feinde, bis auf den Menschen und seinen Verkehr hat der Biber hier keine. Eventuell kann es vorkommen, dass ein Fuchs mal einen jungen Biber erwischt.
Der Biber ernährt sich vegetarisch, hauptsächlich von Weiden. Er bevorzugt ältere Weidenäste und deren Rinde. In den jüngeren Trieben scheint der Salizylsäuregehalt zu hoch zu sein, was der Biber nicht sehr gerne hat.
![[Bild: 82sl-o.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-o.jpg)
Er holt sich hin und wieder auch Mais und Getreide aus nahen Feldern. Die dabei entstehenden Verluste halten sich aber wohl in Grenzen. (ca 30€)
Hier eine Spur des Bibers , die er hinterließ, als er sich zu einem Feld begab.
![[Bild: 82sl-1a.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1a.jpg)
Seine Umgebung gestaltet er selbständig nach seinen eigenen Bedürfnissen. Ihm unliebsame Sträucher und Bäume werden „geringelt“. D.h. unten am Stamm rund herum angenagt und dadurch geschwächt. Dadurch sterben diese dann meist irgendwann auch ab.
![[Bild: 82sl-18.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-18.jpg)
![[Bild: 82sl-r.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-r.jpg)
Seine Staudämme errichtet der Biber aus mehreren Gründen.
Der dadurch steigende Wasserspiegel bewirkt, dass der Eingang des Biberbaues sich unter der Wasseroberfläche befindet und somit ein Eindringen von Feinden verhindert werden kann. Zudem lässt sich der höhere Wasserspiegel gut benutzen um Baumaterial für die Biberburg zu transportieren.
![[Bild: 82sl-14.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-14.jpg)
Eine Biberburg aus holzigem Baumaterial baut er, wenn sich die Biberhöhle nicht oberhalb des Wasserspiegels anlegen lässt. Offenbar entscheidet der Biber anhand der Wassergeräusche, ob ein Damm gebaut oder repariert werden muß.
![[Bild: 82sl-15.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-15.jpg)
![[Bild: 82sl-p.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-p.jpg)
![[Bild: 82sl-22.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-22.jpg)
![[Bild: 82sl-s.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-s.jpg)
An diesem Platz, genannt die "Biberschule" lernen die Biber alles, was sie für´s Leben brauchen.
![[Bild: 82sl-q.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-q.jpg)
Derzeit (2008) sieht der aktuelle Aufenthaltsort der Biber am Reichenbach so aus."
![[Bild: 82sl-m.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-m.jpg)
(s. zitierten Beitrag unten aus dem Archiv)
Leider habe ich die ortsansäßigen Biber bis heute noch nicht zu Gesicht bekommen.

Da dies wohl auch nicht so schnell der Fall sein wird, weil man sie dort nur unnötig stört, wenn man sich auf die Lauer legt, zeige ich euch die Biber aus der Stuttgarter Wilhelma.
Zwar ganz possierliche, aber doch übrerraschend große und mit anständigen Krallen ausgestattete Tiere.
![[Bild: Biber_schwimmt_voraus.jpg]](http://s27.postimg.org/dyh8u9kib/Biber_schwimmt_voraus.jpg)
![[Bild: Biber.jpg]](http://s21.postimg.org/t7gb67juf/Biber.jpg)
![[Bild: Biberpfoten.jpg]](http://s21.postimg.org/81mibm913/Biberpfoten.jpg)
![[Bild: Biber_frisst_2.jpg]](http://s21.postimg.org/lievgqtyv/Biber_frisst_2.jpg)
![[Bild: Biber_frisst.jpg]](http://s21.postimg.org/5zhfjmlo7/Biber_frisst.jpg)
![[Bild: Biber_ganz.jpg]](http://s21.postimg.org/ao72po6k7/Biber_ganz.jpg)
![[Bild: Biber_mit_Ast.jpg]](http://s29.postimg.org/bbakywzt3/Biber_mit_Ast.jpg)
![[Bild: Biber_schwimmt.jpg]](http://s21.postimg.org/6lazth647/Biber_schwimmt.jpg)
Das Muster des Schwanzes finde ich sehr fazinierend
![[Bild: Biberschwanz.jpg]](http://s27.postimg.org/avgiqw5jn/Biberschwanz.jpg)
Nachwuchs gibt es in Stuttgart derzeit auch.
![[Bild: Bibernachwuchs.jpg]](http://s21.postimg.org/xcr7s4hmf/Bibernachwuchs.jpg)
![[Bild: Biber_Junges.jpg]](http://s21.postimg.org/nqt1y312v/Biber_Junges.jpg)
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"Der Biber kehrt zurück" Beitrag vom 30.08.2008 aus dem Archiv.
"auch in meine Gegend ist der Biber wieder zurückgekehrt.
Am vergangenen Sonntag hab ich das Angebot genutzt und an eine Führung einer BUND-Ortsgruppe teilgenommen. Es ist schon sehr interessant, die Biberinformationen direkt am Ort des Geschehens zu erfahren und gleichzeitig die Werke der Biber bewundern zu können.
„Fiber Castor“ der hier ansässige Biber
http://de.wikipedia.org/wiki/Biber
Um 1860 war der Biber in Deutschland ausgerottet.
1966 wurde er in Bayern wieder angesiedelt. Die ursprüngliche Heimat dieser wieder eingesiedelten Biber war an der Elbe (Ostdeutschland) und in der Tschechoslowakei.
Über den Donaufluss kamen sie dann auch wieder nach Baden-Württemberg.
Im Reichenbachtal, (bei Staig, ca 15km südlich Ulm) tauchte er 2004 erstmalig wieder auf.
Verschiedene Gegebenheiten haben dies allerdings erst möglich gemacht.
So führte eine Flurbereinigung dazu, dass die Gemeinde und das Land Baden-Württemberg Uferzonengebiete des kleinen Baches „Reichenbach“ aufkauften. Nur extensive Bewirtschaftung dieses Gebietes war und ist seitdem den Pächtern des Geländes erlaubt, um Flora und Fauna einen gewissen Schutzraum bieten zu können. Die ortsansässig BUND-Gruppe, Geländepächter, sowie auch private Anlieger engagierten sich für dieses Reichenbachtal, indem z.B. die Bewirtschaftung entsprechend ausgerichtet haben oder auch Heckenpflanzen und Büsche gepflanzt wurden.
![[Bild: 82sl-1y.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1y.jpg)
Dieser Umstand kam den Bibern zugute, und sie ließen sich auch am Reichbach nieder. Es hat sich nun seit 2004 eine (für Baden-Württemberg) vorbildliche Biberpopulation entwickelt. Schätzungsweise halten sich derzeit 3 Biberfamilien dort auf (ca. 8 Tiere).
Natürlich (?) gibt es hier Bibergegner, die eine dauerhafte Ansiedlung versuchten zu verhindern, indem sie immer wieder Biberdämme zerstörten. Da der Biber ja unter Naturschutz steht, droht daher bei Zerstörungen/ Beschädigungen in seinem Lebensraum nun eine Geldstrafe von 1500€.
Innerhalb, der 4 Jahren, in denen sich der Biber nun dort im Reichenbachtal aufhält, hat dies zu vielfältigen positiven Veränderungen geführt.
Der Biber renaturierte das ehemaligen beinahe schnurrgeraden Rinnsal Reichenbach zu einem schön geschwungenen langsam fließenden Gewässer. Tümpel entstanden. Das Ufer und das Randgelände verwandelte sich zu einem vielfältig genutzten Lebensraum für teilweise seltene und bedrohte Flora und Fauna. Inzwischen hat sich der Eisvogel und die Wasserralle eingefunden. Grau- und Silberreiher sind zu sehen.
![[Bild: 82sl-17.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-17.jpg)
Der Dammbau des Bibers mit Holz und Lehm bewirkt eine Klärung des Wassers, wodurch wiederum Libellen (z.B. Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) (Calopteryx virgo)), Molche, Frösche Käfer, Fische und vieles mehr wieder einen Lebensraum erhalten.
Die auffällig große Benutzung von Lehm beim Bau der Staudämme sei eine Eigenart der hiesigen Biber.
Die Dämme verlangsamen den Wasserfluss, verhindern damit die Erosion. Tragen aber auch zum natürlichen Hochwasserschutz in den nachfolgenden Gebieten des Reichenbaches bei. Da hier vor Ort dem Wasser des Baches der Raum zur Überflutung zur Verfügung gestellt wird.
![[Bild: 82sl-1d.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1d.jpg)
Teile des Randbezirkes werden durch die Anhebung des Wasserspiegels immer wieder überspült oder versumpfen sogar. Neue Gräser, Seggenarten und Schilf und andere feuchtigkeitsliebende Pflanzen kommen zum Vorschein.
![[Bild: 82sl-1c.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1c.jpg)
![[Bild: 82sl-1c.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1c.jpg)
Wird der Randbezirk nicht gepflegt, durch mehrmaliges Mähen oder Beweidung, kommt es zu Versumpfung, Verschilfung und schließlich zur Verholzung des Geländes.
![[Bild: 82sl-20.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-20.jpg)
Dem wird stellenweise entgegen gewirkt mit Hilfe der Beweidung der Flächen durch eine speziell dafür geeignete Kuhrasse, dem „Orginal Allgäuer Braunvieh“. Welche ein ortsansässiger Biolandwirt extra dort weiden lässt.
![[Bild: 82sl-n.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-n.jpg)
Die Pflege umfasst auch den Bau von sogenannten „Bypässen“ und Drainagen, die angelegt werden um das Überschwemmungswasser an anderer Stelle wieder in den eigentlichen Bachlauf zurückzuleiten. Dadurch wird, falls nötig das Überschwemmungsgebiet begrenzt.
![[Bild: 82sl-19.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-19.jpg)
Dem Biber scheint es hier zu gefallen. Er hat sich vermehrt und inzwischen die ganze Bachlänge als neue Heimat angenommen. Wohin die zukünftigen Bibergenerationen sich hinbegeben werden ist ungeklärt. Das sogenannte Blautal, Richtung Norden und zur Schwäbische Alb hin ist bisher noch biberfrei. Die Vermutungen gehen dahingehend, dass die dortigen Gewässer eventuell zu kalt sein könnten. Die Abwanderung in diese Richtung wird aber auch durch Straßen und Verkehr eingedämmt oder eventuell gar ganz verhindert .
Natürliche Feinde, bis auf den Menschen und seinen Verkehr hat der Biber hier keine. Eventuell kann es vorkommen, dass ein Fuchs mal einen jungen Biber erwischt.
Der Biber ernährt sich vegetarisch, hauptsächlich von Weiden. Er bevorzugt ältere Weidenäste und deren Rinde. In den jüngeren Trieben scheint der Salizylsäuregehalt zu hoch zu sein, was der Biber nicht sehr gerne hat.
![[Bild: 82sl-o.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-o.jpg)
Er holt sich hin und wieder auch Mais und Getreide aus nahen Feldern. Die dabei entstehenden Verluste halten sich aber wohl in Grenzen. (ca 30€)
Hier eine Spur des Bibers , die er hinterließ, als er sich zu einem Feld begab.
![[Bild: 82sl-1a.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-1a.jpg)
Seine Umgebung gestaltet er selbständig nach seinen eigenen Bedürfnissen. Ihm unliebsame Sträucher und Bäume werden „geringelt“. D.h. unten am Stamm rund herum angenagt und dadurch geschwächt. Dadurch sterben diese dann meist irgendwann auch ab.
![[Bild: 82sl-18.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-18.jpg)
![[Bild: 82sl-r.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-r.jpg)
Seine Staudämme errichtet der Biber aus mehreren Gründen.
Der dadurch steigende Wasserspiegel bewirkt, dass der Eingang des Biberbaues sich unter der Wasseroberfläche befindet und somit ein Eindringen von Feinden verhindert werden kann. Zudem lässt sich der höhere Wasserspiegel gut benutzen um Baumaterial für die Biberburg zu transportieren.
![[Bild: 82sl-14.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-14.jpg)
Eine Biberburg aus holzigem Baumaterial baut er, wenn sich die Biberhöhle nicht oberhalb des Wasserspiegels anlegen lässt. Offenbar entscheidet der Biber anhand der Wassergeräusche, ob ein Damm gebaut oder repariert werden muß.
![[Bild: 82sl-15.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-15.jpg)
![[Bild: 82sl-p.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-p.jpg)
![[Bild: 82sl-22.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-22.jpg)
![[Bild: 82sl-s.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-s.jpg)
An diesem Platz, genannt die "Biberschule" lernen die Biber alles, was sie für´s Leben brauchen.
![[Bild: 82sl-q.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-q.jpg)
Derzeit (2008) sieht der aktuelle Aufenthaltsort der Biber am Reichenbach so aus."
![[Bild: 82sl-m.jpg]](http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/82sl-m.jpg)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.11.14, 17:14 von Salvia.)
L. G. Salvia