Heute habe ich mal einige Rosen näher beäugt - sehr seltsam.
Der Winter war der wärmste seit langem, aber die neuen Austriebe sehen trotzdem tw. verkrüppelt aus, tw. auch zu hochgeschossen und weich. Oder bereits abgefressen. Einige Rosen sind schon von Ameisen und ihren Blattlauskolonien besetzt.
Ich konnte leider auch zusammengeklebte Blätter finden, auch eine Miniraupe darin, und durchlöcherte Blätter. Öfters fehlte die Triebspitze, als wäre sie abgefressen.
Und viele Rosen haben schon Knospen, tw. recht groß. Z.B. Louise Odier, Homére, Lavender Ice, Clair Matin etc. Ein seltsames Rosenjahr... warmer Winter ist offenbar doch nicht so toll. - Also geht mal Schädlingsgucken!
Ich habe heute angefangen meine Rosen durchdringend zu wässern. Nach den trockenen Herbst, den trockenen Winter und Frühling brauchen die das Wasser dringend. Habe den Schlauch hingelegt und eine Weile laufen lassen. Bei den Kletterrosen mindestens 20 Minuten, bei Beetrosen so 10 Minuten. Morgen gehts weiter. Hinterher werden die explodieren, aus Erfahrung weiß ich das.
Als ich vorgestern nach Geschäftsschluss noch einmal durch den Garten ging, fiel mir auf dass die Bobby James ihre Blätter kraftlos hängen lies. Dachte wegen der extremen Trockenheit sofort an Wassermangel und hab den Garten 2 Stunden lang gewässert.
Heute dann der Schock, die Blätter sehen nun verkrüppelt aus, teilweise rollen sie sich zusammen und zum ganzen Überfluss bekommen sie einen gräulichen Schimmer.
Mehltau, von oben bis unten, und nicht nur bei der Bobby James, auch die in der Nachbarschaft stehenden Chianti, Alchymist, Paul Noel, First Lady und Mme Isaac Pereire zeigen Anfänge von Mehltau.
Sie stehen allesamt im hinteren Teil des Gartens, rund um von Mauern und Bäumen vor Wind geschützt, was natürlich nicht der beste Standort für Rosen ist.
Wie gehe ich jetzt am besten vor, bei den weniger befallenen hab ich vor die kranken Blätter abzuschneiden und mit verdünnter Milch mehrmals mit einigen Tagen Abstand zu besprühen, aber was mache ich mit den schon riesigen Rambler/Kletterrosen?, alle Blätter entfernen?, das ist fast unmöglich,
ohje, sowas hatte ich als Balkonierin natürlich noch nie. Ausser als ich den Alberic barbier in den 40cm-Kübel gequetscht hatte. Der fing nach 1 Jahr dann auch so an, vor allem, wo er unters Vordach geriet und keine direkte Sonne mehr hatte. Also da bekam er besonders Mehltau. Ich denke, die Trockenheit läßt die Pflanzen anfälliger werden für Mehltau und wenn sie dann noch eine genetische Anlage dafür haben, tritt es auf. Aber dass der Alchymist auch MT bekommt, wundert mich schon! Könnten es Gänge unter den Rosen sein, z.B. wühlmausbedingt? Dann wirkt sich das auch aus wie Trockenheit bis hin zum Absterben von Teilen der Rose.
Also Wässern war auf keinen Fall verkehrt. Vielleicht war es etwas zu spät. Aber besser spät als nie.
Ich hoffe, andere können Dir mehr Rat geben...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.04.14, 11:32 von freiburgbalkon.)
Hallo freiburgbalkon,
Bei der Alchymist sind es Anfänge, bei den kletternden ist es das Laub aus dem Vorjahr das bis jetzt noch sehr gesund aussah, ich werde morgen schnibbeln was das Zeug hält, überall wo ich das alte Laub entfernt habe sind die Rosen super gesund,