13.12.17, 20:15
Hallo Landfrau, 
Thema pflügen:
Das ist jetzt doof für mich, weil ich es anders gelesen und erzählt bekommen habe.
Ich kenne den pfluglosen Anbau vor allem von Bio-Betrieben, die dann auch noch sowas wie eine "Direktsaat" machen, zwischen die alten Wurzeln. Und da wird auch nix umgebrochen, um die alten Wurzeln zu entfernen.
Beispiele:
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/la...miert2.pdf
https://www.agrarheute.com/technik/acker...tra-513975
https://www.gaea.de/userfiles/file/Winte...kerbau.pdf
Letztlich weiß ich aber nichts davon. Ich kann es nicht beurteilen. Auch der Grubber und die Egge werden an anderen Stellen bemängelt, weil sie nicht ausreichend tief gingen. *achselzuck*
Wenn ich böse wäre, würde ich sagen, die Glyposatbefürworter sind spät auf den Zug mit der pfluglosen Bodenbearbeitung aufgesprungen, um ihrem Mittel ein positives Element hinzuzufügen. Aber: ich kann es nicht beurteilen.
Deshalb, bevor ich hier weiterhin mit Halbwissen glänze, ziehe ich mich lieber aus der Diskussion zurück.
Ich meine, allein das Thema Glyphosat ist schon schwierig zu beurteilen, weil die Presse, der Funk, das Fernsehen und das Internet seit Jahren von widersprüchlichen Informationen wimmeln. Gut, da traue ich mir noch zu, mittels Verstand und draussen Hingucken etwas sortieren zu können. Und genau meine Sortierung habe ich Euch hier erzählt. Aber von landwirtschaftlichem Gerät wie Eggen und Grubbern und deren Wirkungsweise weiß ich letztlich nichts. Ebensowenig weiß ich, ob nun die Glyphosatbefürworter den pfluglosen Anbau (mit ihrem Mittel) von vorn herein propagierten, oder sich an eine modische Zeitströmung (später und zu ihren Gunsten) nur drangehängt haben.
Ich sehe: in meinem direkten Umfeld arbeiten die Bauern noch konventionell und niemand hier verzichtet auf gründliche Bodenlockerung, obwohl vorher Glyphosat aufgebracht wurde.
Die Angst vor zukünftig noch schädigeren Mitteln, halte ich für ebenso hysterisch wie in manchen Kreisen die Angst vor Glyphosat. Offensichtlich ist das auch so ein Stichwort, denn dieses Bangemachen vor "es könnte ja noch schlimmer kommen", begegnet mir in Kreisen, die Glyphosat gut finden, häufig.
Brigitte, Du schriebst sinngemäß recht oft: "Es geht darum, eine weltweite Agrarwende zum Bioanbau zu erwirken."
Ich bin darauf nicht eingegangen, weil ich es nicht glaube. Da können sich eine Handvoll Leute noch so sehr auf den Kopf stellen, diese Art Wende wird es meines Erachtens nicht geben. Die Widerstände und Reibungskräfte dagegen sind zu groß.
Bei diesem Argument von Dir musste ich allerdings schmunzeln:
Ich: "Herr D. ich möchte Sie bitten, auf meinem Grundstück nicht über die niedrige Hecke hinweg Pflanzen abzureissen! Ich habe den Rainfarn extra in diese Ecke gepflanzt, da ist der Boden nämlich noch schlecht, kaum etwas gedeiht da! Und ich möchte, dass der Boden bei mir bedeckt ist!"
Herbert: " Der Boden bei Ihnen ist schlecht, Frau E., WEIL der Rainfarn da steht! Der nimmt ja den anderen Gewächsen Nährstoffe weg! Und was ist das Niedrige hier im Umkreis? Bodendecker? Ich sag Ihnen, rupfen Sie die aus, dann gedeihen ihre Stauden auch besser!"
Wie war das bei den Biobetrieben? Sie machen Direktsaat zwischen die alten Getreidewurzeln, die im Boden bleiben.
Auf der anderen Seite hast Du natürlich recht, Brigitte. Ein völlig verunkrautetes Ackerfeld KANN keinen guten Ertrag bringen!
Ich habe alles gesagt, was ich sagen konnte, soweit ich es - für mich - halbwegs beurteilen kann.
Und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
Lasst uns in fünf Jahren noch mal darüber reden. Vielleicht hat sich bis dahin Landfrau's Utopie erfüllt, und wir werden Roboter über die Äcker kriechen sehen.
Möglicherweise ist Glyphosat dann überflüssig.
Lieben Gruß,
Anjoli

Thema pflügen:
Landfrau schrieb:Das ist doch viele Landwirte das Hauptargument für den Einsatz von Glyphosat. !
Das ist jetzt doof für mich, weil ich es anders gelesen und erzählt bekommen habe.
Ich kenne den pfluglosen Anbau vor allem von Bio-Betrieben, die dann auch noch sowas wie eine "Direktsaat" machen, zwischen die alten Wurzeln. Und da wird auch nix umgebrochen, um die alten Wurzeln zu entfernen.
Beispiele:
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/la...miert2.pdf
https://www.agrarheute.com/technik/acker...tra-513975
https://www.gaea.de/userfiles/file/Winte...kerbau.pdf
Letztlich weiß ich aber nichts davon. Ich kann es nicht beurteilen. Auch der Grubber und die Egge werden an anderen Stellen bemängelt, weil sie nicht ausreichend tief gingen. *achselzuck*
Wenn ich böse wäre, würde ich sagen, die Glyposatbefürworter sind spät auf den Zug mit der pfluglosen Bodenbearbeitung aufgesprungen, um ihrem Mittel ein positives Element hinzuzufügen. Aber: ich kann es nicht beurteilen.
Deshalb, bevor ich hier weiterhin mit Halbwissen glänze, ziehe ich mich lieber aus der Diskussion zurück.
Ich meine, allein das Thema Glyphosat ist schon schwierig zu beurteilen, weil die Presse, der Funk, das Fernsehen und das Internet seit Jahren von widersprüchlichen Informationen wimmeln. Gut, da traue ich mir noch zu, mittels Verstand und draussen Hingucken etwas sortieren zu können. Und genau meine Sortierung habe ich Euch hier erzählt. Aber von landwirtschaftlichem Gerät wie Eggen und Grubbern und deren Wirkungsweise weiß ich letztlich nichts. Ebensowenig weiß ich, ob nun die Glyphosatbefürworter den pfluglosen Anbau (mit ihrem Mittel) von vorn herein propagierten, oder sich an eine modische Zeitströmung (später und zu ihren Gunsten) nur drangehängt haben.
Ich sehe: in meinem direkten Umfeld arbeiten die Bauern noch konventionell und niemand hier verzichtet auf gründliche Bodenlockerung, obwohl vorher Glyphosat aufgebracht wurde.
Die Angst vor zukünftig noch schädigeren Mitteln, halte ich für ebenso hysterisch wie in manchen Kreisen die Angst vor Glyphosat. Offensichtlich ist das auch so ein Stichwort, denn dieses Bangemachen vor "es könnte ja noch schlimmer kommen", begegnet mir in Kreisen, die Glyphosat gut finden, häufig.
Brigitte, Du schriebst sinngemäß recht oft: "Es geht darum, eine weltweite Agrarwende zum Bioanbau zu erwirken."
Ich bin darauf nicht eingegangen, weil ich es nicht glaube. Da können sich eine Handvoll Leute noch so sehr auf den Kopf stellen, diese Art Wende wird es meines Erachtens nicht geben. Die Widerstände und Reibungskräfte dagegen sind zu groß.
Bei diesem Argument von Dir musste ich allerdings schmunzeln:
Brigitte schrieb:Ich denke, daß ein verunkrautetes Feld weniger Ertrag liefern wird, als eins auf dem Licht, Wasser und Nährstoffe nur der angebauten Kultur zugute kommen.Das hätte von meinem Nachbarn Herbert stammen können. Neulich:
Ich: "Herr D. ich möchte Sie bitten, auf meinem Grundstück nicht über die niedrige Hecke hinweg Pflanzen abzureissen! Ich habe den Rainfarn extra in diese Ecke gepflanzt, da ist der Boden nämlich noch schlecht, kaum etwas gedeiht da! Und ich möchte, dass der Boden bei mir bedeckt ist!"
Herbert: " Der Boden bei Ihnen ist schlecht, Frau E., WEIL der Rainfarn da steht! Der nimmt ja den anderen Gewächsen Nährstoffe weg! Und was ist das Niedrige hier im Umkreis? Bodendecker? Ich sag Ihnen, rupfen Sie die aus, dann gedeihen ihre Stauden auch besser!"
Wie war das bei den Biobetrieben? Sie machen Direktsaat zwischen die alten Getreidewurzeln, die im Boden bleiben.
Auf der anderen Seite hast Du natürlich recht, Brigitte. Ein völlig verunkrautetes Ackerfeld KANN keinen guten Ertrag bringen!
Ich habe alles gesagt, was ich sagen konnte, soweit ich es - für mich - halbwegs beurteilen kann.
Und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
Lasst uns in fünf Jahren noch mal darüber reden. Vielleicht hat sich bis dahin Landfrau's Utopie erfüllt, und wir werden Roboter über die Äcker kriechen sehen.
Möglicherweise ist Glyphosat dann überflüssig.
Lieben Gruß,
Anjoli
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.12.17, 20:44 von Anjoli.)