17.09.11, 01:35
26.2.2011
Gestern hatte ich Foto-Pech, gleich 2 mal.
Das erste mal war’s draußen weiß in weiß. Der Silberreiher stand mitten in
einem Möwenschwarm, ein traumhafter Anblick. Aber bis ich die Kamera geholt
hatte, war er weg. Wahrscheinlich hatten ihn die Möwen genervt, denn sie
bleiben nie ruhig, fliegen ständig auf, um sich wieder niederzulassen, ein
dauerbewegter Anblick immer.
![[Bild: bramoilt941kp0835.jpg]](http://666kb.com/i/bramoilt941kp0835.jpg)
![[Bild: brampbg9yad1neiup.jpg]](http://666kb.com/i/brampbg9yad1neiup.jpg)
Was ihnen dabei in die Quere kommt, verjagen sie auch gern, bei Raben hatte
ich das z.B. beobachtet. Vielleicht hatten sie’s mit dem Silberreiher auch
mit Erfolg versucht.
Kurz danach war er wieder da in neuer Gesellschaft, die ihrerseits die
Möwen vertrieben hat. Diese Gesellschaft hat ihn gar nicht gestört:
![[Bild: brampxp1uwuygz65t.jpg]](http://666kb.com/i/brampxp1uwuygz65t.jpg)
Das 2. Foto-Pech war ein Anblick aus dem Küchenfenster, aus dem ich auf die
Dächer von den alten Boxen und von der Tenne schaue. Lauter braune Kugeln
auf dem Boxendach, so sah es aus und die Kugeln entpuppten sich als
mindestens 10 Fasaninnen. Noch nie hatte ich sie auf dem Dach gesehen und
schon gar nicht in solchen Mengen. Als ich mit der Kamera kam, waren sie
weitergeflogen auf’s Tennendach. Aber ich war zu schnell zum Fenster
gegangen, so dass sie schnell wegflogen.
Pech für’s Foto, aber danach hätt ich sie sowieso verjagt. Sie haben sich
durch das Vogelfutter richtig breit gemacht um’s Haus, auf dem Vorplatz und
im Garten und sind dort eine rechte Plage. Nicht nur, dass sie alles
abfressen, sie scharren auch noch alles kaputt, ähnlich wie Hühner. Um das
Futterhäuschen herum ist alles niedergemacht, von meiner
Traubenhyazinthenfläche ist kaum mehr was da. Drum verjage ich sie, wann
immer ich sie sehe. Aber sie werden trotzdem immer frecher:
![[Bild: bramqrb4zo7y4xqsx.jpg]](http://666kb.com/i/bramqrb4zo7y4xqsx.jpg)
Der hat sich am Futterplatz schon kaum mehr an meiner Anwesenheit gestört.
Auch nicht an der vom Huhn:
![[Bild: bramrdgvcgxblka9d.jpg]](http://666kb.com/i/bramrdgvcgxblka9d.jpg)
Er ist ja noch gut zu sehen, aber wenn ich hingehe, rennen von überall die
braunen Damen weg, die gut getarnt sind.
Wird Zeit, dass die Kühe kommen, deren Futter lenkt dann hoffentlich vom
Garten ab.
Liebe Grüße, Lilli
12.4.2011
Ach Erdling, ich war lange nicht im Forum und seh erst jetzt Deine Finkenbilder, wunderschön, vor allem das erste Flatterfoto.
Bei uns ist der Kuckuck da, seit gestern. Gerufen hat er nur ein paar mal, nur, damit wir’s wissen, ansonsten hat er wohl noch anderes zu tun.
Die Rückkehr der Bachstelzen Anfang März verlief nach dem üblichen Muster. Erst haben sie mich nur kurz begrüßt und waren dann kaum mehr zu sehen. Etwas später fielen sie durch heftige Streitereien auf und jetzt schießen sie oft senkrecht am Fenster vorbei und haben sich wohl, zumindest einige, wieder auf dem Dach zum Nisten niedergelassen. Sie bevölkern den Rasen und den Kiesplatz und sind dort sehr ungeduldig, wenn ich am Jäten bin, wie ich es sonst nur noch von Rotkehlchen kenne. Sie wissen genau, dass das Jäten Leckeres zutage fördert, können das Fertigjäten kaum erwarten und wippen ganz in der Nähe noch heftiger als sonst mit dem Schwanz. Drum wechsle ich immer wieder den Platz, damit sie Ruhe geben.
Neulich wurde ich aber freundlich begrüßt. Ich trank noch meinen Morgenkaffee im Bett, als eine Bachstelze durch’s offene Fenster hüpfte und mich vom Sims aus eingehend betrachtete. Vielleicht hat sie überlegt, ob ich im Schlafzimmer auch jäte. Die Kamera lag neben mir, aber die Bachstelze war so nah, dass ich mich nicht getraut habe, sondern lieber den Anblick genossen. Nach der Feststellung, dass ich mich morgens im Bett nicht zum Jäten bewegen lasse, hüpfte sie wieder nach draußen.
Die Rotschwänze sind wieder zahlreich, fliegen nervös durch die Gegend und fühlen sich immer gestört. Bald geht das Geschrei wieder los, wenn ich in die Nähe der Nester komme, was sich nie vermeiden lässt bei den Mengen. Seit letztem Jahr haben sie neben den Linden auch die alten Pferdeboxen bevölkert. Dort toben sie auch jetzt und schimpfen schon mal vorsorglich rum.
Die Meisen haben mich heute – bei 27° - zum ersten mal wegen Futter in Ruhe gelassen. Bei den sommerlichen Temperaturen gibt’s keins. Der Balkon ist gesäubert, der Metall-Weihnachtsbaum mit den Meisenkugeln weg, nur Äpfel gibt’s noch. Das restliche Futter verteile ich noch an kühleren Tagen. Kein Vogel hat damit ein Problem, aber die Meisen sind grottenfrech und fordern weiterhin das bequeme Futter. Auf dem Balkon taten sie’s durch Fensterpicken und draußen fliegen sie mich an. Sie fliegen auf mich zu und machen direkt vor mir eine Kehrtwendung, um dann von einer anderen Seite wiederzukommen. Das hatte ja auch funktioniert, wenn ich zu spät dran war, aber alles lass ich auch nicht mit mir machen.
Der Buntspecht kommt aber auch immer noch auf den Balkon und will’s nicht glauben, dass die Knödel weg sind. Zu weit will er sich vorsichtshalber nicht davon entfernen und hämmert kräftig in den Linden um’s Haus. Was mir nicht so recht ist, das gibt im Herbst wieder Löcher in der Hauswand.
Die Meisen hatten inzwischen das Fensterpicken auch eingesetzt, wenn die Spechte zu lange die Knödel okkupiert hatten und drohten, sie alle leerzufressen. Das hieß dann: Bitte Specht verjagen.
Heute waren auch die ersten Distelfinken auf Rundflug, prüften Bäume, Rasen und Kies, zumindest hab ich sie heute das erste mal gesehen.
Die Schwäne waren nach der Traktorattacke im letzten Herbst und dann nach dem Schnee nur noch vereinzelt gekommen. Seit ein paar Tagen aber in Rekordzahl, 21 Schwäne haben wir gezählt. Grade da musste ich zum ersten mal mähen, nicht weit von der Schwanenwiese und hatte befürchtet, dass das Traktorgeräusch böse Erinnerungen weckt. Aber sie schauten nur etwas prüfend in meine Richtung, haben schnell gemerkt, dass ich nicht auf die Wiese komme und sich nicht mehr drum gekümmert.
Heute musste ich die erste Pappelwiese mähen, noch näher bei den Schwänen. Aber sie scheinen die Geräusche genau zu kennen und haben nicht einmal mehr hingesehen.
Bis von den Feldern her über die Feldwege ein Auto kam – der Bauer, der sie immer verjagt. Nicht mit Traktor also und noch viel weiter weg von ihnen als ich. Trotzdem liefen sie erst weg und flogen dann alle davon, lange bevor er dort ankam. Seltsam, sie scheinen die Gefahr genau zu kennen, zum Glück.
Liebe Grüße, Lilli
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen